Eishockey: Wie lang gaht en Match inklusiv Pausene?

Wer zum erschte Mal es Eishockeymatch im Stadion oder am Fernseher luegt, isch oft überrascht, wie lang de Abig tatsächlich gaht. Uf em Papier gseht alles so eifach und überschaubar uus: Drümal zwänzg Minute sind doch eigentlich numen ei Stund, oder? Aber jede, wo scho mal mit gfieberet hät, wenn de eigni Verein im Playoff-Final staht, weiss es besser. Eishockey isch en Sport, wo d’Ziit e ganz eigni Dynamik hät. Es isch nöd wie im Fuessball, wo d’Uhr eifach witerlauft, egal ob de Ball im Us isch oder en Spieler am Bode liit. Im Eishockey wird um jedi Sekunde kämpft, und d’Uhr staht still, sobald de Schiri i sini Pfiffe blaast. Das macht de Sport unglaublich intensiv, aber für d’Zueschauer au mängisch chli unberechenbar, was d’Planig vom Abig aagaht. Wer am halbi achti im Stadion isch, dörf nöd erwarte, dass er am halbi nüüni scho wieder dusse staht. Aber genau das macht ja au de Reiz uus: D’Spannig wird i d’Längi zoge, und en Match chan sich vomene schnelle Duell zunere nervenufriibende Abnutzungsschlacht entwickle.

Die drü Drittel und d’Netto-Spilziit

S’Grundgrüscht vo jedem Eishockeyspil sind die drü Spielabschnitt, wo mer als Drittel bezeichnet. Jedes vo dene Drittel duuret exakt 20 Minute. Das isch di sogenannti Netto-Spilziit. Das bedütet, dass d’Uhr bi jedem Unterbruch sofort aaghalte wird. Im Vergliich zum Fuessball, wo d’Ziit eigentlich immer wiiterlauft und am Schluss chli Nocchspilziit druufgclage wird, isch bim Eishockey jedi Sekunde «echti» Action.

Wänn de Schiedsrichter abpfifft – seg es wägen eme Offside, eme Icing, eme Foul oder eme Goal – dänn druckt de Ziitnähmer sofort uf de Stoppchnebel. D’Uhr lauft erscht dänn wiiter, wänn de Pugg wieder im Spil isch, also wänn s’Bully (de Aaschuss) uusgfüehrt isch. Das füehrt dezue, dass es einzigs Drittel, wo theoretisch nur 20 Minute gaht, i de Realität locker zwüsched 30 und 40 Minute duure chan. Vor allem gäge Schluss vomene knappe Match, wenn vill unterbroche wird oder d’Trainer ihri Time-outs nämed, chan sich so en Abschnitt extrem i d’Längi zieh.

Warum d’Uhr so oft stillstaht

Es git vili Gründ, warum es Spil unterbroche wird. Für Neuling isch das mängisch verwirrend, aber für Experte ghört das Taktieren zur Faszination dezue. Hier sind die hüüfigschte Gründ für Verzögerige:

  • Straafe: Wenn en Spieler es Foul macht, mues er uf d’Strafbank. Bis sich d’Gmüeter beruhiget händ, de Spieler i de Box sitzt und s’Spil wiitergaht, vergelönd schnell mal es paar Minute i Echtziit.
  • Icing (Unerlaubte Wiitschuss): Wenn de Pugg vo hinder de Mittellinie über di gsamti Iisflächi gschosse wird, git’s Icing. Das Spiel wird unterbroche und es git es Bully i de Verteidigungszone vom Team, wo de Pugg gschosse hät.
  • Offside: Wenn en aagrifende Spieler vor em Pugg i d’Zone vom Gegner fahrt, wird abpfiffe.
  • Videobewiis: I de moderne National League und andere Profilige lueged sich d’Schiris strittigi Szene, wie öb de Pugg im Goal gsi isch oder öb es Offside dem Goal voruusgangen isch, uf em Video aa. Das chan mängisch mehreri Minute duure, bis en Entscheid gfällt isch.
  • Verletzige undusrüstigs-Problem: Wenn en Spieler verletzt isch oder öpperem de Helm abgheit oder d’Schliifschue kabutt gönd, mues de Schiri s’Spil unterbräche.

D’Pausene: Meh als nur Verschnuufe

Zwüsched de Drittel git es Pausene, und die sind im Eishockey dütlich länger als i andere Sportarte. I de Schwiizer National League und de meischte professionelle Lige duuret e Pause hützutags 18 Minute. Früener sind es mal 15 Minute gsi, aber mer hät d’Ziit aapasst, um de Fans meh Glägeheit z’geh, sich z’verpfläge, und de Teams meh Ziit für Erholig und Taktik z’verschaffe.

De Hauptgrund für die lang Pause isch aber nöd d’Erholig vo de Spieler, sondern d’Iisqualität. Nach 20 Minute intensiver Belaschtig isch s’Iis „verschnitte“. Überall hät es Rille, Löcher und viel Schnee uf de Oberflächi. Das macht de Pugg langsamer und s’Laufe für d’Spieler schwieriger. Drum chunnt i jedere Pause d’Iisamschine (Zamboni) uf s’Feld. Sie kratzt di oberschti Schicht ab und trait e dünni Schicht warms Wasser uf, wo dänn gfrüürt und wieder e perfekti, glatti Oberflächi bildet. Bis das Iis wieder tröchnet und hert isch, bruucht es ebe sini Ziit.

Für d’Zueschauer im Stadion isch d’Pause en wichtige Teil vom Erlebnis. Man trifft Kollege, holt sich e Bratwurst und es Bier oder diskutiert über di strittige Szene vom letzte Drittel. Bi zwei Pausene à 18 Minute chömed also scho mal 36 Minute zur Gsamtduur dezue, wo gar nöd gspilt wird.

Verlängerig und Penaltyschiesse: Wänn 60 Minute nöd langed

S’Eishockey hät e goldigi Regle: Es git keis Unentschiede. Zumindest nöd am Ändi vom Match. Wänn es nach 60 Minute Netto-Spilziit unentschiede staht, gaht s’Spil i d’Verlängerig, d’sogenannti «Overtime». Je nach Liga und ob es es Qualifikationsspil oder es Playoff-Spil isch, gälted da ganz unterschiedliche Regle, wo d’Duur vom Match massiv beinflusse chönd.

I de Qualifikation (Regular Season)

I de normale Saison wird bi unentschiedenem Spielstand e 5-minütigi Verlängerig gspilt. Debi sind aber nur no drü Feldspieler pro Mannschaft uf em Iis (3-gäg-3). Das sorgt für extrem viel Platz und meistens sehr schnelli Entschädigunge. Wänn i däne 5 Minute es Goal fallt, isch de Match sofort verbii («Sudden Death»).

Falt i de Verlängerig kei Goal, chunnt s’Penaltyschiesse (Shootout). Jedes Team schickt zerscht mal 3 Schütze. Wänn’s dänn immer no unentschiede isch, gaht’s 1-gäg-1 wiiter, bis e Mannschaft gwünnt. So es Penaltyschiesse chan schnell ga, aber bi guete Goalies au mal e Viertelstund duure.

I de Playoffs: Die endlosi Nacht

Ganz anders gseht es i de Playoffs uus. Da git es keis Penaltyschiesse, will mer nöd will, dass e Meisterschaft dur so es «Glücksspil» entschiede wird. Wänn es i de Playoffs unentschiede staht, wird e kompletti Verlängerig vo 20 Minute gspilt (5-gäg-5). Wänn dänn immer no kei Goal gfalle isch, git’s e Pause (wieder 18 Minute für d’Iisreinigung) und dänn no e Verlängerig. Das gaht so lang wiiter, bis es Goal fallt.

Legendäri Match i de Schwiizer Gschicht sind scho bis wiit nach Mitternacht gange. De längschti Match i de Gschicht vo de National League isch das Spiel zwüsched Bern und Kloten im Jahr 2019 gsi, wo erscht i de 103. Minute entschiede worde isch. Wer a so emene Abig im Stadion isch, bruucht Sitzfleisch und gueti Nerve.

Powerbreaks und Fernseh-Unterbrüch

En wiitere Faktor, wo d’Ziit chli i d’Längi zieh chan, sind d’Kommerz-Unterbrüch. I de National League git es zwar (no) nöd so exzessivi Werbepause wie i de nordamerikanische NHL, wo s’Spil extra aaghalte wird, nur demit de Fernsehsender Werbig zeige chan. Aber au i de Schwiiz git es sogenannti «Powerbreaks» in gwüsse Spielforme oder bi Übertragige, wo für churzi Analysen oder Sponsore-Iiiblendige gnutzt werded.

I de NHL sind drei Werbepause pro Drittel Standard. Das streckt es NHL-Spiel locker uf 2.5 bis 3 Stunde. I de Schwiiz sind mer meistens chli schneller, aber d’Tendenz gaht au da hii zu meh Show und Entertainment rund um s’Spil, was d’Gsamtduur eender verlängeret als verkürzt.

Zämmefassig: Mit so viel Ziit muesch rechne

Wänn mer alles zämmerechnet, chunt mer uf folgendi Durchschnittsziite für en Besuch bimene Eishockeymatch i de Schwiiz:

  1. Spilziit: 3 x 20 Minute = 60 Minute (Netto).
  2. Echtziit pro Drittel: Durch Unterbrüch ca. 30 bis 35 Minute pro Drittel.
  3. Pausene: 2 x 18 Minute = 36 Minute.

Das bedütet, en reguläre Match ohni Verlängerig duuret i de Regel öppe 2 Stunde und 15 Minute bis 2 Stunde und 30 Minute. Fangt s’Spil am 19:45 Uhr aa, isch es meistens churz nach 22:00 Uhr fertig. Wänn es i d’Verlängerig oder s’Penaltyschiesse gaht, chan es au mal 22:30 Uhr oder später werde.

Hüüfig gstellig Frage (FAQ)

Hier sind d’Antworte uf die am hüüfigschte gstellte Frage rund um d’Duur vomene Hockeymatch, kurz und bündig für alli Fans.

Wie lang gaht e Pause im Eishockey genau?

I de National League und de Swiss League duuret d’Pause zwüsched de Drittel 18 Minute. I de tüüfere Amateurlige oder bi de Juniore chan d’Pause au chürzer si, zum Biispil 15 Minute, oder es wird mängisch gar kei Iisreinigung gmacht, dänn sind es nur e paar Minute.

Was passiert, wenn es noch 60 Minute unentschiede staht?

Dänn git es e Verlängerig (Overtime). I de Qualifikation duuret die 5 Minute mit 3 gäge 3 Feldspieler. I de Playoffs wird so lang gspilt (i 20-Minute-Abschnitte), bis es Goal fallt (Sudden Death).

Giltet d’Ziit au, wenn de Pugg nöd im Spil isch?

Nei, im Eishockey giltet d’Netto-Spilziit. D’Uhr wird bi jedem Pfiff vom Schiri sofort gstoppt und lauft erscht wiiter, wenn de Pugg bim Bully wieder iigworfe wird.

Dürfed d’Trainer d’Ziit aahalte?

Jede Trainer hät pro Match ei «Time-out» zguet. Das duuret 30 Sekunde. Er chan das neh, um sinere Mannschaft Taktike z’erkläre oder eifach um de Rhythmus vom Gegner z’bräche. Au bi ere «Coach’s Challenge» (Videoüberprüfig) wird s’Spil unterbroche.

Warum gaht en Match amigs viel länger als plant?

Das liit meistens a viele Strafene, Videobewiis-Überprüfige oder Verletzigsunterbrüch. Wänn d’Schiris e Szene lang am Bildschirm aaluege müend, chan das guet mal 5 bis 10 Minute extra Ziit choschte.

Unterschiede zwüsched Profis und Amateure

S’Erlebnis bezüglich de Ziit isch im Amateurhockey chli anderscht als bi de Profis. Währed i de National League alles perfekt durchtaktet isch für s’Fernsehen und d’Zueschauer, gaht es i de 2. Liga oder bi de Juniore oft chli schneller. Det wird mängisch d’Iisamschine nöd i jedere Pause igsetzt, sondern nur nach em zweite Drittel, oder d’Pausene sind generell chürzer.

Au d’Unterbrüch sind i de tüüfere Lige oft chürzer, will es kei Videobewiis git. De Schiri entscheidet sofort – Pfiff, Entscheid, wiiter gahts. Das chan en Match starch beschleunige. Wer also mal en Eishockeymatch gseh will, aber am nögschte Morge sehr früeh use mues, für de isch en Bsuech bim lokale Amateurverein villicht e gueti Alternative. D’Atmosphäre isch familiärer, s’Bier isch günstiger und mer isch meistens sicher nach zwei Stund wieder uf em Heimweg. Trotzdem bliibt d’Faszination vom Spieli die gliich: Schnelligkeit, Technik und d’Hoffnig, dass de eigni Club am Schluss d’Nase vorn hät.