Wär kennt das nöd? Mä chunt am Abig hei, isch müed vom Schaffe und hät eigentlich gar ke Lust me, no lang i de Chuchi z stah. Trotzdem sölls öppis Gsunds si, am beschte frisch kochet und nöd eifach en fertige Salat us em Plastiksack. Genau für so Moment isch Cima di Rapa en absolute Geheimtipp, wo i de Schwiiz immer beliebti wird. Das Gmias, wo ursprünglich us Italie chunt, bringt nöd nur en Hauch vo mediterranem Flair uf de Tisch, sondern isch au e richtigi Vitaminbombe. Es isch s perfekte Znacht für ali, wo wenig Ziit hend, aber bim Gschmack keni Kompromiss wänd igah. Im Gägesatz zu langwiilige Standard-Gricht hät Cima di Rapa en Charakter, wo chli bitter, chli nussig und unglaublich aromatisch isch – genau das Richtige, um de Gaume z wecke.
Was isch eigentlich Cima di Rapa?
Vili Lüt laufed im Supermärt oder ufem Märit no chli ratlos a däm Gmias verbi. Es gseht uf de erscht Blick chli us wie en wild wordene Brokkoli oder z lang gwachsne Spinat. Tatsächlich ghört Cima di Rapa, wo mer uf Dütsch mängisch als Stängelkohl bezeichnet, zur Familie vo de Chrüzblüetler. Es isch also äng verwandt mit em Brokkoli, em Blumenchohl und au em Räbechrut. S Bsundere dra isch, dass mä bi däm Gmias fascht alles ässe chan: d Blätter, d Stängel und di chline, brokkoli-ähnliche Blüeteknospe.
De Gschmack isch s, wo d Geischter mängisch scheidet, aber Genüsser liebed. Cima di Rapa hät e liecht bitteri Note, ähnlich wie Chicorée oder Catalogna, aber i Kombinatio mit de richtige Zuetate wie guetem Olivenöl, Chnobli und chli Peperoncini wird das Bittere extrem mild und angenehm. Es isch es typisches Winter- und Früehligsgmias, wo bsunders in Süditalie, vor allem in Apulie, en richtige Kultstatus hät. Aber au bi eus i de Schwiizer Chuchine hät s Gmias i de letschte Jahre en feste Platz eroberet, will s eifach mal e spannendi Abwechslig zum ewige Rüebli und Brokkoli isch.
Warum das Gmias so unglaublich gsund isch
Wänn mer vo «Gsundem Znacht» redet, dänn isch Cima di Rapa ganz vorne mit dabei. Es isch nöd nur liicht und belastet de Mage am Abig nöd, sondern es lieferet am Körper au en Huufe wertvolli Nährstoff. Vor allem im Winter, wänn s Immunsystem chli aafällig isch, chan das Gmias Wunder würke. Hie sind es paar Gründ, warum dini Gsundheit dir danke wird:
- Vitamin C und A: Cima di Rapa isch voll mit Vitamin C, was super isch für d Abwehrchräft. Au Vitamin A, wo wichtig isch für d Auge und d Huut, isch riichlich vorhande.
- Mineralstoff: Es hät en huufe Kalzium und Iise. Vor allem für Lüt, wo wenig oder gar kes Fleisch ässed, isch das e super Pflanzequelle für Iise.
- Antioxidantien: D Bitterstoff, wo im Gmias drin sind, reged d Verdauig aa und hälfed de Läbere bim Entgifte. Zudäm schützed si d Zellene vor stressige Iiflüss.
- Wenig Kalorie: Wer am Abig uf d Linie luege wott, chan hie beherzt zuelange. Das Gmias bestat zu eme grosse Teil us Wasser und Faserstoff, macht satt, aber setzt nöd a.
Iichaufe und richtig lagere
Bevor mer mit em Choche aafange chönd, mues d War zerscht mal i d Chuchi. Cima di Rapa findet mer hützutags i de Saison (meischtens vom Spätherbst bis i de Früehlig) i fascht jedem grössere Schwiizer Supermärt wie Coop oder Migros, und natürlich uf em Wuchemärt. Bim Iichaufe söllt mer druf achte, dass d Blätter schön knackig und dunkelgrüen sind. Wänn d Blüeteknospe scho gäl sind oder d Blätter wälk abehanged, dänn laht mer s lieber ligge. D Schnittstell am Stängel sött frisch und füecht usgseh, nöd vertrocknet oder bruun.
Dehei aacho, isch es am beschte, wänn mer s Gmias so schnell wie möglich verarbeitet. Es hebt sich im Gmüesfach vom Chüelschrank öppe zwei bis drü Tag, wänn mer s in en Füechte Lappe iischlaht oder in ere Papiertüte lagert. Plastik isch weniger guet, wil s Gmias dänn aafangt z schwitze und schneller verfuulet. Wänn d Blätter chli schlaff worde sind, chan mer si churz in chaltes Wasser legge, dänn erholed si sich meischtens wieder.
Vorbereitig isch alles
D Vorbereitig vo Cima di Rapa isch eigentlich ganz eifach, aber es git es paar Tricks, damit s Ergebnis perfekt wird. Zerscht wäscht mer s Gmias gründlich unter chaltem Wasser. Sand und Erde verstecked sich gern i de Chrüsel vo de Blätter. Dänn gaht s ans Rüschte:
Di dicke, hölzige Stängel sött mer abschniide oder schäle, will si suscht bim Ässe z faserig sind. Di fiine Stängel und d Blätter chan mer eifach grob hacke. D Blüeteknospe (di «Brokkoli-Chöpfli») lönd mer ganz. Wänn öpper d Bitterkeit nöd so gern hät, git s en guete Trick: Mer chan s Gmias churz blanchiere. Das heisst, mer wirft s für ei bis zwei Minute in siedeigs Salzwasser und schreckt s dänn im Iiswasser ab. Das nimmt di gröbschte Bitterstoff use und s Gmias bhaltet sini wunderschöni grüeni Farb.
S Herzstuck: Orecchiette mit Cima di Rapa
Jetzt aber zum Wichtigschte: em Rezäpt. Das klassischschte Gricht, wo mer mit däm Gmias verbindet, isch «Orecchiette alle cime di rapa». Orecchiette sind die chline Teigware, wo usgsehnd wie chlini Öhrli, und si nämed d Sauce perfekt uf. Hie isch e Schwiizer Interpretation vom Klassiker, wo eifach glingt und unglaublich fein isch.
Zuetate für 4 Personä
- 500g Orecchiette (oder Penne, wänn mer keni Öhrli findet)
- 800g bis 1kg Cima di Rapa (es fallt bim Choche starch zäme!)
- 2-3 Zeche Chnobli
- 1-2 früschi Peperoncini (je nach däm wie scharf mer s mag)
- 4-5 Sardellefilets in Öl (optional, git aber di typischi Würze – wär s vegetarisch wott, laht si weg)
- Reichlich guets Olivenöl Extra Vergine
- Salz und Pfäffer
- Griebne Pecorino oder Parmesan zum drüber streue
- Evtl. chli Paniermähl (Mollica) für de Crunch
Schritt für Schritt Zuebereitig
- Wasser ufsetze: En grosse Topf mit Wasser zum Choche bringe und guet salze. De Trick bi däm Gricht isch, dass d Pasta und s Gmias im gliiche Wasser kochet werded. Das spart Energie und d Pasta nimmt s Aroma vom Gmias aa.
- Choche: Wänn s Wasser kochet, zerst d Orecchiette inegäh. Da Cima di Rapa öppe 5-7 Minute bruucht (je nach Dicki vo de Stängel), luegt mer uf d Packig vo de Pasta. Wänn d Pasta no öppe 5 Minute bruucht, rüert mer de grüstete Cima di Rapa direkt zu de Pasta is Wasser. Alles zäme fertig choche, bis d Pasta «al dente» isch.
- Soffritto mache: Während d Pasta und s Gmias koche, nimmt mer e grossi Pfanne. Det ine git mer en ordentliche Schuss Olivenöl. De Chnobli in duni Schiibli schniide, de Peperoncini hacke und d Sardellefilets dezue gäh. Alles bi middlerer Hitz aabrate. D Sardelle söllt sich debi komplett auflöse und em Öl en würzige Gschmack gäh. Wär mag, chan jetzt no es paar Esslöffel Paniermähl in ere separate Pfanne in chli Öl goldbruun röschte – das git am Schluss en super Biss.
- Vermische: Sobald d Pasta und s Gmias gar sind, schüttet mer s Wasser ab, bhaltet aber unbedingt öppe ei Tasse vom Chochwasser zrugg. D Pasta-Gmias-Mischig direkt i d Pfanne zum würzige Öl gäh.
- Finish: Alles guet durrenand mische. Wänn s z troche wirkt, chli vom Chochwasser dezue gäh, bis es e schöni, chli sämigi Konsistenz hät. Mit Pfäffer abschmecke (mit Salz vorsichtig si, wäge de Sardelle und em Salzwasser).
Variante für jede Gschmack
Das Grundrezäpt isch super, aber i de Chuchi darf mer ja experimentiere. Wer s zum Bispiel gern chli deftiger hät, chan statt de Sardelle au chli Speckwürfeli oder e grobi Salsiccia (italienischi Bratwurscht) us em Darm drucke und aabrate. Das passt hervorragend zum bittere Gschmack vom Cima di Rapa.
Für d Veganer isch s ganz eifach: D Sardelle und de Chäs weglah. Defür chan mer mit graöstete Piniechärne oder Walnüss schaffe, um e nussigi Note und chli Crunch inezbringe. Au drochneti Tomate, chli in Öl iigleit, passet super dezue und gänd e süess-süüri Note, wo s Bittere usgliicht.
Und wär grad keni Luscht uf Pasta hät: Cima di Rapa schmeckt au hervorragend als Biilaag zu Fisch oder Lamm. Eifach d Stängel blanchiere und dänn mit Chnobli und Öl i de Pfanne dämpfe. Es paar Sprützer Zitronesaft am Schluss mached s Ganze schön frisch.
Hüüfig gstellti Frage (FAQ)
Will Cima di Rapa für vili Schwiizer viellicht no chli Neuland isch, tauched immer wieder die gliiche Frage uf. Da sind d Antworte druf:
Mues mä d Stängel würklich schäle?
Nöd zwingend ali. Bi junge, chline Bündel sind d Stängel oft sehr zart. Dänn langt es, wänn mer s untere Ändi abschniidet. Bi grössere Pflanze sind d Stängel aber oft hölzig und faserig. Det lohnt sich s Schäle oder s Wegschniide uf jede Fall, suscht chaut mer ewig dra ume.
Chani Cima di Rapa au roh ässe?
Theoretisch ja, aber es isch nöd sehr empfehlenswert. De Gschmack isch im rohe Zuestand sehr intensiv und bitter, und d Struktur isch eher hert. Blanchiert oder dämpft entfaltet s Gmias sin wahre, feine Charakter.
Was machi, wänn ich kein Cima di Rapa finde?
Wänn de Lade grad kein Cima di Rapa hät, isch normale Brokkoli e gueti Alternative, au wänn er weniger bitter isch. E no besseri Alternative isch «Catalogna» (Löwenzahn) oder Stängelkohl. Im Notfall funktioniert s Rezäpt au mit Spinat oder Wirz, wobi dänn natürlich de typisch italienischi Gschmack chli verloren gaht.
Isch Cima di Rapa gignet zum Iigfüüre?
Ja, das gaht sehr guet. Wichtig isch aber, dass mer s Gmias vorher churz blanchiert (2 Minute), dänn im Iiswasser abschreckt, guet abtropfe laht und dänn iigfrüürt. So bhaltet es d Farb und d Vitamin. Roh iigfüüre isch nöd so guet, will s dänn bim Uftaue matschig wird.
De perfekti Abschluss für en gnussvolle Abig
Wänn d Orecchiette mit dem herrlich grüne Gmias uf em Teller dampfet, fählt eigentlich nur no eis: s richtige Getränk dezue. Zu däm Gricht passt en süditalienische Wiiswii perfekt, zum Bispiel en Fiano oder en Greco di Tufo. D Süüri vom Wii harmoniert wunderbar mit de liichte Bitterkeit vom Cima di Rapa. Wer lieber Rotwii hät, söllt en liechte Primitivo neh, wo nöd z viel Tannin hät.
Das Rezäpt bewiist eimal meh, dass e gsundi Chuchi nöd kompliziert si mues. Mit wenige, aber guete Zuetate zauberet mer es Znacht ane, wo glücklich macht, de Körper guet versorgt und eim gedanklich direkt a d Küste vo Apulie beamt. Also, bim nächschte Iichauf unbedingt d Auge offe halte nach däm unschiibare grüne Büschel – es lohnt sich. En Guete!
