Wer i de Schwiiz en Arbeitsvertrag underschriibt oder eifach sini Finanze besser wott plane, chunnt früener oder spöter an Punkt, wo mer sich die eint wichtigi Frag stellt: Wie vill Stunde hät eigentlich en Monet im Durchschnitt? Uf de erste Blick schiint d Antwort eifach z sii, aber wer eimal probiert hät, sin Stundelohn in en exakte Monatslohn umzrechne – oder umgekehrt –, merkt schnell, dass d Rechnig nöd ganz so simpel isch. Es gaht nöd nur drum, vier Wuche z näh, will de Kalender schlichtweg komplizierter ufbaut isch. Ob für d Lohnabrechnig, d Planig vomene Freelancer-Projekt oder eifach fürs eigne Verständnis vo de Arbeitsziit: De exakti Wert z kenne, isch bares Geld wert. I däm Artikel luege mir ganz genau a, wie mer d Durchschniittsziite i de Schwiiz richtig berechnet, weli Formle di offiziell isch und warum de Februar und de Juli für dini Buechhaltig en Unterschiid mache chönd.
D Grundlag: Warum de Monet kei vier Wuche hät
De hüüfigschti Fehler, wo Lüt mached, wenn sie schnell überschlönd, isch d Aanahm, dass en Monet us genau vier Wuche bestaht. Das wäred dann 4 mal 7 Tage, also 28 Tage. Das stimmt aber im Kalenderjahr nur für en einzige Monet, nämlich de Februar (und das au nur i normale Jahre). Alli andere Mönet sind länger, nämlich 30 oder 31 Täg. Wenn mer also eifach de Wuchelohn mal vier nimmt, beschiisst mer sich sälber.
Um en suubere Durchschnittswert z übercho, mues mer s ganze Jahr aaluege. Es Jahr hät 52 Wuche plus ein Tag (oder zwei im Schaltjahr). Das bedütet, de Durchschnittsmonat isch länger als vier Wuche. Di mathematischi Basis für alli Lohnbüros und HR-Abteilige isch drum: 52 Wuche geteilt dur 12 Mönet. Das ergibt im Schnitt 4,333 Wuche pro Monet. Mit däm Faktor 4,33 mues mer rechne, wenn mer en präzise Wert ha wott.
Die exakti Formle für d Schwiiz
I de Schwiiz isch d Arbeitsziit chli anders greglet als bi öisne Nachbere. Während in Dütschland oder Frankriich oft d 35- bis 40-Stunde-Wuche giltet, schaffed mir i de Schwiiz im Durchschnitt chli länger. Verbreitet sind i Gesamtarbeitsverträge (GAV) oft 40, 41 oder sogar 42 Stunde pro Wuche. Um jetzt d monatlichi Soll-Arbeitsziit z berechne, bruucht mer die folgendi Formle:
Wuchestunde × 52 Wuche : 12 Mönet = Durchschnittlichi Monatsstunde
Luege mir eus das a konkrete Biispiel aa, wo i de Schwiizer Arbeitswelt gängig sind:
- Bi 40 Stunde pro Wuche: 40 × 52 : 12 = 173,33 Stunde pro Monet.
- Bi 41 Stunde pro Wuche: 41 × 52 : 12 = 177,66 Stunde pro Monet.
- Bi 42 Stunde pro Wuche: 42 × 52 : 12 = 182,00 Stunde pro Monet.
Die Zahle sind entscheidend. Wenn öpper en Monatslohn vo 6’000 Franke hät, isch de effektivi Stundelohn bi ere 42-Stunde-Wuche tüüfer als bi ere 40-Stunde-Wuche, will mer ja für de gliichi Betrag meh Ziit investiert hät. Das isch en Punkt, wo bi Lohnverhandlige oft vergesse gaht.
Wie rechnet mer das bi Teilziit-Astellige?
Hützutags schaffed immer meh Lüt im Teilziit-Pensum, segs 80%, 60% oder 50%. D Berechnig blibt im Grundsatz di gliich, basiert aber ufem Vollziit-Äquivalent. Wenn du wüsse wöttsch, wie vill Stunde du bi 80% muesch leiste, nimmsch eifach di durchschnittliche Monatsstunde vom Vollpensum und rechnisch das mal 0.8.
Biispiel: Du schaffsch 80% inere Firma, wo 42 Stunde als Vollziit gilted.
Rechnig: 182 Stunde (Vollziit-Schnitt) × 0.80 = 145,6 Stunde pro Monet.
Das isch bsunders wichtig für d Ziiterfassig. Vill Firmene händ Gleitziit-Modell. Döt muesch du am Endi vom Monet wüsse, ob du im Plus oder im Minus bisch. Wär da eifach mit «4 Wuche» rechnet, hät am Schluss vom Jahr es massivs Minusstunde-Problem, will mer di «überschüssige» Täg vom Monet nöd igrächnet hät.
De Unterschiid zwüsched Kalendertäg und Arbeitstäg
Bis jetzt hämmer vor allem über d Stunde gredt. Aber wie gsehts mit de Täg us? Au da hilft de Durchschnittswert vo 4,33 Wuche wiiter. E normali Arbeitswuche hät 5 Täg (Mäntig bis Friitig).
D Rechnig luutet also: 5 Täg × 52 Wuche : 12 Mönet = 21,66 Täg.
I de Praxis rundet mer das oft uf 21,75 Arbeitstäg pro Monet, um Ferie und Fiirtig statistisch chli abzfedere oder will mer s Schaltjahr iibezieht. Wenn du also en Tageslohn berechne wöttsch, teilsch din Monatslohn nöd dur 30, sondern dur ca. 21,75. Das macht en gwaltige Unterschiid im Resultat. Wenn öpper aber unregelmässig schafft, zum Biispiel i de Gastro oder im Gsundheitswese, chan d Azahl vo de Arbeitstäg starch variiere, will döt au s Wochenend als Arbeitstag zelle chan.
Spezialfall: Schaltjahr
All vier Jahr hämmer 366 Täg. Das veränderet de Durchschnitt nur minimal, isch aber für d Lohnbuechhaltig i grosse Firmene relevant. Uf din persönliche Stundelohn hät das aber chuum en merkbare Iifluss, usser du wirst strikt im Stundelohn bezahlt und schaffsch genau am 29. Februar.
Vom Stundelohn zum Monatslohn – und umgekehrt
Warum isch das alles überhaupt so wichtig? Vor allem für d Umrechnig vo Löhn. Wer uf Jobsuechi isch, gseht oft Inserat mit eme Jahreslohn oder eme Monatslohn. Wer aber temporär schafft, gseht oft en Stundelohn. Um d Aagebot vergliichbar z mache, muesch du d Formle im Schlaf chönne.
- Monatslohn in Stundelohn: Monatslohn : 173,33 (bi 40h) = Stundelohn (Brutto).
- Stundelohn in Monatslohn: Stundelohn × Wuchearbeitsziit × 52 : 12 = Monatslohn.
Achtig: Bi Stundelöhner isch oft im Lohn no e Ferieentschädigung (z.B. 8.33% oder 10.64%) und de 13. Monatslohn iigrechnet. Bi Festagstellte im Monatslohn isch das separat. Vergliich also nie Äpfel mit Birre. En Stundelohn vo 30 Franke gseht guet us, aber wenn döt d Ferie scho drin sind, isch de «echti» Lohn tüüfer als bi öpperem, wo 30 Franke fest überchunnt und no bezahlti Ferie hät.
Ferie und Fiirtig: Werded die mitgreechnet?
E hüüfigi Unsicherheit bestahht darin, öb d Ferie vo de durchschnittliche Monatsstunde abzzieh sind. D Antwort isch: Nei, für d Lohnberechnig nöd. Wenn du en Monatslohn häsch, wirsch du ja au während dine Ferie zahlt. Din Lohn blibt gliich, egal öb du schaffsch oder am Strand ligsch. Drum basiert din Stundenlohn (rein rechnerisch) uf de volle Jahresarbeitsziit.
Wenns aber um d Produktivität gaht (also wie vill Stunde du effektiv für d Firma schaffsch), dänn mues mer d Ferie (z.B. 4 oder 5 Wuche) und d Fiirtig (je nach Kanton 8 bis 12 Täg) abziehh. Das nennt mer dänn «Netto-Jahresarbeitsziit». Das isch aber eher es Thema fürs Controlling und weniger für dini Lohnabrechnig am Endi vom Monet.
Hüüfig gstellti Frage (FAQ)
Wie vill Arbeitsstunde hät s Jahr 2024 oder 2025 genau?
Das hangt devo ab, uf welli Wuchetäg d Fiirtig falled. Im Schnitt rechnet mer bi 100% (40h) mit ca. 2080 Brutto-Stunde pro Jahr (52 Wuche × 40h). D effektivi Arbeitsziit isch weg de Fiirtig meistens chli tüüfer.
Isch de Februar für d Firma «türer»?
Ja, rein rechnerisch gseh scho. D Firma zahlt der de volli Monatslohn, obwohl du im Februar weniger Täg schaffsch als im Juli oder August. De durchschnittlichi Wert vo 173.33 Stunde (bi 40h) gleicht das übers Jahr gseh aber wieder us.
Giltet d Pause als Arbeitsziit?
Nei, i de Regel nöd. D Mittagspause mues gsetzlich gno werde, giltet aber nöd als bezahlti Arbeitsziit. Wenn du also 8.5 Stunde im Büro bisch und 30 Minute Pause machsch, häsch 8.0 Stunde gschafft.
Was bedütet «13. Monatslohn» für min Stundelohn?
Wenn du din wahre Stundelohn usrechne wöttsch, muesch de 13. Monatslohn zum Jahreslohn dezuezellde. Nimm din Monatslohn mal 13 und teil s Ergebnis dänn dur d Jahresstunde (z.B. 2080 bi 40h). So chunsch uf din effektive Wert.
Zyt und Geld im Griff bhalte
S Wüsse um die korrekte Stunde im Monet isch nöd nur e mathematischi Spielerei. Es hilft dir, dini Überstunde richtig z kontrolliere. Wenn dini Ziiterfassig säit, du hegsch 10 Stunde z vill, dänn mues die Zahl uf de korrekte «Soll-Ziit» basiere. Vill Lüt vergesset au bi de Salärverhandlig, dass e Erhöhig vo de Wuchearbeitsziit vo 40 uf 42 Stunde effektiv e Lohnchürzig isch, wenn de Monatslohn gliich blibt. Du schaffsch dänn nämli pro Monet rund 9 Stunde gratis meh für de Arbeitgeber.
Drum lohnt es sich, die Formle (Stunde × 52 : 12) im Hinterchopf z bhalte. Egal öb du Freelancer bisch, im Stundenlohn schaffsch oder en feschte Vertrag häsch: Wer sini Ziit richtig berechnet, kennt sin wahre Wert. Kontrollier dini Abrechnige, lueg dini Minusstunde oder Überstunde genau aa und vergliich bim Jobwechsel immer d Jahresarbeitsziit und nöd nur de batzi ufem Konto.
