Quark: Alles über das gsunde Milchprodukt

Jede vo eus hät en wahrschiinli scho mal im Chüelschrank gha, und für vili ghört er zum tägliche Zmorge oder Znecht eifach dezue. Ob als schnellen Snack zwüschedüre, als Basis für e feini Torte oder als Huusmittel gäge Sunnebrand – das wiisse, cremige Milchprodukt isch en absolute Alleskönner. Aber obwohl mir s’Gfühl händ, mir kenned das Produkt sit ewig, git es doch überraschend vill Details über d’Herstellig, d’Inhaltsstoff und d’Unterschied zu neumodische Sache wie Skyr oder griechischem Joghurt, wo nöd allne bekannt sind. Es isch meh als eifach nur gsunne Milch; es isch en wichtige Liiferant vo Eiwiiss und Calcium, wo i de Schwiizer Chuchi en feste Platz hät.

Was isch Quark eigentlich genau?

Rein technisch gseh ghört Quark zur Familie vom Frischchäs. Das tönt im erste Moment chli komisch, will mir bi Chäs eher an en rezente Gruyère oder en Emmentaler dänked. Aber s’Prinzip isch ähnlich. Quark entstaht, wänn mer mageri Milch mit Milchsüürebakterie und ere winzige Mengi Lab (emene Enzym) versetzt. Die Bakterie sorged defür, dass d’Milch süürli wird und dickt, währed s’Lab d’Grinnig understützt.

Sobald d’Milch gstockt isch, trennt sich d’Masse i zwei Teil: de festi Bestandteil (de sogenannti Chäsbruch) und di flüssig Molke. Damit de Quark sini typischi Konsistenz überchunt, wird d’Molke abtrennt. Früener hät mer das gmacht, indem mer d’Masse in Tüecher ufghänkt hät, damit d’Flüssigkeit hät chöne abtropfe. Hüt passiert das i de industrielle Produktion meischtens dur Zentrifuge, wo d’Molke usegschleuderet wird. Was übrig blibt, isch de Magerquark. Um fetthaltigeri Sorten z’becho, wird am Schluss eifach wieder Rahm dezuegmischt, bis de gwünschti Fettghalt erreicht isch.

Die verschiedene Sorte und Fettstufe

Wänn du vor em Chüelregal stahsch, wirsch vo ere grosse Uswahl erschlage. De Hauptunterschied liit meistens im Fettghalt, gmässe a de Trockemasse. I de Schwiiz sind vor allem folgendi Variante verbreitet:

  • Magerquark: De Klassiker für Sportler und alli, wo uf d’Linie lueged. Er hät fast kei Fett (meistens under 0,5%) und isch defür extrem eiwiissriich. Sini Konsistenz isch chli tröchner und «stumpfer» als die vo de andere Sorte.
  • Halbfettquark: Bi däre Variante wird chli Rahm dezuegeh. Er isch cremiger als de Magerquark, hät aber immer no relativ wenig Kalorie. Das isch oft de gouldig Mittelwäg für Saucen oder Dips.
  • Rahmquark: Da reded mir vom Gniesser-Produkt. Mit eme Fettghalt vo oft 40% i de Trockemasse oder meh, schmeckt er unglaublich vollmundig und cremig. Er eignet sich hervorragend für Desserts, wo de Gschmacksträger Fett wichtig isch.
  • Quarkblöckli: Das isch e Schwiizer Spezialität. De Quark isch fester und weniger cremig, will ihm meh Flüssigkeit entzoge worde isch. Er wird oft i Papierigwicklet verchauft und eignet sich super zum Bache, will er de Teig nöd verwässeret.

Warum Quark e richtigi Proteinbombe isch

Es git en Grund, warum Bodybuilder und Fitness-Fans das Produkt so fiired. Es isch eini vo de beste und günstigste Proteinquelle, wo mir zur Verfüegig händ. Bsunders de Magerquark sticht da use: Uf 100 Gramm lieferet er rund 12 bis 14 Gramm Eiwiiss. Aber es gaht nöd nur um d’Mengi, sondern au um d’Art vom Protein.

S’Eiwiiss im Quark bestaht zu öppe 80% us Casein und nur zu 20% us Molkeprotein (Whey). Casein isch es langsams Protein. Das bedüütet, de Körper bruucht lang, um es z’verdauue und d’Aminosüürene i d’Muskle z’bringe. Das macht en zum ideale Znacht oder «Bettmümpfeli» für Sportler. So wird de Körper über mehreri Stunde i de Nacht konstant mit Baustoff versorgt, was de Muskelabbau verhinderet und d’Regeneration förderet.

Nebst em Protein isch au de Calciumghalt beachtlich. Calcium isch wichtig für starchi Chnoche und Zäh, aber au für d’Reizwiiterleitig i de Nerve und d’Muskelfunktion. Wer kei Milch trinkt, chan sin Bedarf oft scho mit eme Becher Quark decke.

De Unterschied zu Joghurt, Skyr und Ricotta

Hützutags isch s’Regal voll mit internationale Milchprodukt. Oft werded die Begriff durenandgworfe, drum luege mir eus d’Unterschied mal gnauer a:

Quark vs. Joghurt

Joghurt wird nur dur Milchsüürebakterie hergstellt und nöd mit Lab versetzt. Zudem wird bim Joghurt d’Molke nöd abtrennt (usser bim griechische Joghurt und bim Skyr). Drum isch normales Joghurt flüssiger und hät im Vergliich weniger Protein pro 100 Gramm als Quark.

Quark vs. Skyr

Skyr isch momentan voll im Trend. Das isch en isländische Frischchäs, wo ähnlich wie Quark hergstellt wird, aber mit spezielle Bakteriekulture. Er isch oft chli süürlicher im Gschmack. Von de Nährwert her sind sich Magerquark und Skyr sehr ähnlich – beidi sind fettarm und eiwiissriich. Skyr isch oft chli cremiger als pure Magerquark, chostet aber meischtens au chli meh.

Quark vs. Ricotta

Ricotta isch italienisch und heisst «nomal kochted». Er wird traditionell us de Molke gmacht, wo bi de Chäsherstellig übrig blibt. Das Eiwiiss im Ricotta isch also vor allem Molkeprotein (Albumin), nöd Casein wie im Quark. Ricotta schmöckt süesslicher und chörniger.

De legendäri Quarkwickel: Es Huusmittel

I de Schwiiz isch Quark nöd nur Läbensmittel, sondern fascht scho Medizin. Wer hät nöd scho mal vo de Grossmueter ghört: «Mach en Wickel druf!»? De Quarkwickel isch es alts und bewährts Huusmittel gäge Entzündige, Verstuuchige, Inschtestich und Sunnebrand.

D’Würkig isch physikalisch erklärbar: De füechti Quark verdunstet uf de warme Huut. Verdunstig erzeugt Chälti. Die Chälti zieht d’Hitz us de Entzündig und lindert de Schmerz. Zuedem enthaltet Quark s’Protein Casein und Milchsüüri, wo entzündigshemmend und abschwellend würke chönd.

So machsch en Wickel:

  1. Nimm chüele Quark (am beschte Magerquark, de isch weniger fettig und hebt besser) us em Chüelschrank.
  2. Strich en öppe fingerdick uf es Tuch oder e Kompresse, nöd direkt uf d’Huut, wänn’s gaht.
  3. Leg s’Tuch mit de Quarksiite uf di betroffeni Stell.
  4. Befestig das Ganze mit eme wiitere Tuch.
  5. La de Wickel so lang druf, bis de Quark warm und troche isch (meistens so 15 bis 20 Minute).

Wichtig: De Quark söll nöd eifach itröchne, suscht bröcklet er bim Wegnäh. Drum isch s’Tuch zwüsched Huut und Quark hilfriich.

Choche und Bache: De Allrounder i de Chuchi

Kulinarisch gseh isch Quark extrem vielsiitig. I de chalte Chuchi kenne mir en klassisch im Birchermüesli, als Dip zu Gschwellte (Härdöpfel) mit Schnittlauch und Chrüüter, oder eifach mit Frücht als Dessert. Durch sin neutrale, liecht süürliche Gschmack passt er sowohl zu süess als au zu salzig.

Bim Bache isch er e Geheimwaffe. De sogenannti Quark-Öl-Teig isch e super Alternative zum Hefeteig. Er muss nöd gah, isch sofort verarbeitbar und wird schön saftig. Perfekt für Wähe, Pizza oder süessi Stückli. Au im Chueche isch er unverzichtbar – dänk nur a di klassisch Schwiizer Quarktorte oder Käsekuchen. De Quark sorgt defür, dass s’Gebäck nöd vertröchnet und e agnehmi Früschi bhaltet.

Wer gern Saucen macht, chan en Teil vom Rahm dur Quark ersetze. Das spart Kalorie und macht d’Sauce liechter. Wichtig isch da nur, dass mer d’Sauce nöd z’starch ufchocht, wänn de Quark mal drin isch, suscht chan er uusflocke. Am beschte erst ganz am Schluss drunderzieh.

Hüüfig gstellti Frage (FAQ)

Isch Quark gäignet bi Laktoseintoleranz?

Normaler Quark enthaltet Laktose (Milchzucker), aber weniger als normali Milch, will e Teil devo bi de Herstellig mit de Molke abfliesst oder vo de Bakterie abbaut wird. Trotzdem isch er für Laktoseintoleranti oft nöd guet verträglich. Es git hützutags aber i fast jedem Supermarkt laktosefreii Variante.

Chan mer Quark ifrüüre?

Ja, das gaht, aber d’Qualität liidet chli drunder. Wänn du en uftausch, isch er oft griesslig und es hät sich Wasser abgsetzt. Zum Bache oder für in en Smoothie isch das okay, aber für en Dip oder zum roh ässe isch er nöd meh so fein. En Tipp: Rühr en vor em Ifrüüre guet durch, das hilft chli.

Was machi, wänn de Magerquark z’troche isch?

Magerquark chan bime «pampig» si. De Trick isch eifach: Rühr en Schluck Mineralwasser mit Cholesüüri drunder. Das macht de Quark super luftig und cremig, fast wie e Mousse, ohni dass du Kalorie dezuefüegsch.

Git es vegani Alternative?

Ja, es git mittleriwiile gueti pflanzlichi Alternative uf Basis vo Soja, Mandle oder Kokos. Bi de Soja-Variante (oft als «Soja-Skyr» oder ähnlich aagschriibe) isch de Proteinghalt sogar verglichbar. Bi Mandle oder Kokos fählt oft s’Eiwiiss, und de Fettghalt isch höcher.

So bhaltisch din Quark lang frisch

Will Quark en Frischchäs isch, isch er heikler als Hartchäs. Sobald d’Packig offe isch, söttsch en innerhalb vo 3 bis 4 Tag ufbruuche. Er nimmt au sehr schnell Gschmäcker us em Chüelschrank aa. Wänn du also en halbe Zwiebel näbed em offene Quark ligge häsch, schmeckt din Dessert am nöchschte Tag villicht nöd so, wie du der das vorgestellt häsch. Es lohnt sich also, en Deckel druf z’tue oder de Räscht in es Tupperware umzfülle.

Ein wiiteres Problem isch Schimmel. Wänn du mit eme Löffel, wo du scho abgläckt häsch oder wo no Brösmeli dra sind, in Becher gahsch, bilded sich Bakterie und Schimmel viel schneller. Immer en subere Löffel bruuche, wänn du nöd alles uf s’Mal issisch. Wänn sich obe chli Flüssigkeit absetzt, isch das übrigens kei Zeiche vo Verderb – das isch nur Molke. Du chasch si eifach wegschütte oder wieder drunderrüere.