D’Welt vo de Auto-Aatriib isch i de letschte Johre zimli kompliziert worde. Früener häts Benzin oder Diesel geh, hüt gits Mild-Hybride, Voll-Hybride, Elektroautos und ebe d’Plug-in Hybride. Wenn du dich grad frögsch, ob so es Auto mit Stecker und Tankdeckel s’Richtige für dich isch, dann bisch du nöd elei. Vill Schwiizer Autofahrer sind verunsicheret, öb sich de Ufpriis lohnt und wie das Ganze im Alltag würkli funktioniert. Eis vorweg: De Plug-in Hybrid isch e Bruggentechnologie, wo s’Beste us zwei Welte vereine will, aber er isch nöd für jede Fahrtyp und jedes Wohnprofil die besti Lösig. Wer s’Konzept aber verstoht und richtig nutzt, chan massiv Benzin spare und glichziitig d’Angst vor de leere Batterie uf Langstrecke vergesse.
Was isch eigentlich genau en Plug-in Hybrid (PHEV)?
De Begriff Plug-in Hybrid Electric Vehicle, churz PHEV, beschriibt es Fahrzeug, wo über zwei verschideni Motore verfüegt. Uf de einte Siite häsch en klassische Verbrennigsmotor (meistens Benzin, seltener Diesel) und uf de andere Siite en Elektromotor mit ere chline bis mittelgrosse Batterie. Das Spezielle am Plug-in Hybrid isch, wie de Name scho seid, dass du ihn iistöpsle chasch.
Im Gegesatz zumene normale «Voll-Hybrid» (wie mer s’vo de klassische Toyota-Modell kennt), wo d’Batterie nur dur s’Brämse und de Motor glade wird, chasch du de Plug-in Hybrid a de Steckdose oder ere Wallbox uflade. Das bedüütet, dass d’Batterie grösser isch und du nöd nur paar hundert Meter, sondern zwüsched 40 und 100 Kilometer rein elektrisch fahre chasch, je nach Modell und Ussentemperatur. Sobald d’Batterie leer isch, schaltet sich de Verbrenner automatisch dezue und s’Auto funktioniert wie en normale Hybrid.
Für wen lohnt sich de Plug-in Hybrid würkli?
Das isch di wichtigst Frag. Nöd für jede macht die Technik Sinn. Es git es ganz spezifisches Fahrprofil, wo de PHEV sini Stärchi voll usspile chan. Wenn du zu de folgende Gruppe ghöörsch, isch en Plug-in Hybrid sehr wahrschiinli e gueti Wahl für dich:
- De typischi Pendler: Wenn din Arbeitsweg ei Weg ca. 20 bis 40 Kilometer betreit, isch das ideal. Du chasch di ganz Strecki elektrisch fahre und bruuchsch de Verbrenner gar nöd. Am Abig ladsch s’Auto wieder uf.
- Huseigentümer mit Photovoltaik: Wer en eigeni Solaraalag ufem Dach hät, chan de Strom vom eigete Dach direkt i d’Autobatterie spise. Günstiger und ökologischer chasch chum Auto fahre.
- Fahrer mit «Riichwiite-Angst»: Wenn du gern elektrisch fahre wotsch, aber ab und zue i d’Ferie oder id Berge fahrsch und kei Lust häsch, Ladestopps z’plane, bietet de Verbrenner dir d’Sicherheit, dass du immer achunnsch.
- Dienstwage-Fahrer: I de Schwiiz gits je nach Kanton Stüürvergünstigunge für emissionsarmi Fahrzüüg, und oft sind d’Leasingrate attraktiv.
Wenn du hingegen en Ussediestler bisch, wo jede Tag 400 Kilometer uf de Autobahn abrisst, dann isch de Plug-in Hybrid meistens die falsch Wahl. Sobald d’Batterie leer isch, schleppsch du s’Gwicht vom Elektromotor und de Batterie unnötig mit dir ume, was de Benzinverbruuch uf Langstrecke sogar höcher mache chan als bimene normale Diesel.
D’Technik hinderem Spare: Rekuperation und Segle
Es gaht nöd nur ums iistöpsle. En Plug-in Hybrid isch au drum effizient, will er d’Bremsenergie zrugggwünne chan. Das nennt mer Rekuperation. Wenn du s’Gaspedal loslasch oder uf d’Brems trittsch, wirkt de Elektromotor wie en Generator. Er bremst s’Auto ab und ladet debii d’Batterie uf. I de Schwiiz mit sine viele Hügel und Päss isch das genial: Du fahrsch de Berg duruf (Verbruuch), aber bim Abefahre gwünnsch du Energie zrugg, statt d’Bremsbeläg z’verschliisse.
Zuesätzlich beherrschet villi moderni PHEVs s’sogenannte «Segle». Wenn du uf de Autobahn vom Gas gahsch, schaltet de Verbrenner komplett ab und s’Auto rollt widerstandsfrei dahi, oder haltet d’Gschwindigkeit elektrisch. Das senkt de Durchschnittsverbruuch enorm.
Kostenanalyse: Isch es günstiger als Benzin oder Elektro?
D’Aaschaffigschöste vomene Plug-in Hybrid ligged meistens über eme Verbränner, aber oft under eme reine Elektroauto. D’Rechnig gaht aber nur uf, wenn du dis Ladeverhalte im Griff häsch. En PHEV, wo nie glade wird, isch e finanzielli Katastrophe. Aber luegemer d’Betriebschöste aa:
- Stromchöste: Deheime lade isch i de Schwiiz immer no günstiger als Benzin tanke. 100km elektrisch chosted dich dehei öppe 4 bis 6 Franke (je nach Stromtarif). 100km mit Benzin chosted schnell mal 12 bis 15 Franke.
- Stüüre: Villi Kantone belohned Plug-in Hybride mit tüüfere Verchehrsabgabe für die erste paar Jahr oder generell, will de CO2-Usstoss ufem Papier sehr tüüf isch.
- Wartig: Da isch s’Bild gmischt. Du häsch zwar weniger Verschleiss a de Bremse wegem Rekuperiere, aber du häsch halt immer no en Verbrennigsmotor, wo Ölwechsel, Zündkerze und Abgaswartige bruucht. Das fallt bim reine Elektroauto weg.
D’Sach mit de Wallbox
Damit de Plug-in Hybrid Spass macht, bruuchsch du e Lademöglichkeit dihei oder bim Schaffe. A de normale Huus-Steckdose (Schuko) z’lade isch möglich, aber sehr langsam und uf Duur nöd empfohle wäg de Überhitzigsgfahr. E Wallbox (Heimladestation) isch d’Investition wert. Sie chostet mit Installazion i de Schwiiz meistens zwüsched 1’500 und 2’500 Franke, aber defür isch s’Auto am Morgä immer voll und vorgheizt.
Kritikpünkt: Wo de Plug-in Hybrid Schwächene hät
Mer dörf d’Auge nöd verschlüsse vor de Nachteile. S’grösste Problem isch s’Gwicht. Will du zwei Aatriibssystem im Auto häsch (Motor, Tank, E-Motor, Batterie), wiegt en PHEV schnell mal 300kg meh als en normale Verbrenner. Isch d’Batterie leer, muss de Verbrenner das Gwicht bewege. Das merkt mer am Verbruuch.
En wiitere Punkt isch de Kofferrum. Oft sitzt d’Batterie under de Rücksitzbank oder under em Kofferrum. Das chostet Platz. Bi manche Kombis falled d’Underflurfächer weg oder de Ladebode isch eifach höcher. Wer also jede Liter Stauraum bruucht, sött bim Probefahre genau namesse.
FAQ – Hüüfig gstellti Frage zum Plug-in Hybrid
Wie lang hebt d’Batterie vomene Plug-in Hybrid?
D’Hersteller gänd oft sehr langi Garantie uf d’Hochvoltbatterie, meistens 8 Johre oder 160’000 Kilometer. I de Praxis zeiget sich d’Batterie als sehr robust, solang mer sie nöd ständig uf 100% ladet und dann wuchelang stah laat.
Muss ich de Plug-in Hybrid lade?
Technisch gseh nei, s’Auto fahrt au nur mit Benzin. Aber es macht wirtschaftlich und ökologisch kein Sinn. Ohni Strom fahrsch du en schwere Verbrenner. S’Lade isch also Pflicht, wenn du vo de Vorteil profitiere wotsch.
Wie wiit chumi im Winter?
Im Winter bricht d’elektrischi Riichwiiti ii. Das liit a de Heizig und de Chemie i de Batterie. Rechne demit, dass du bi Minustemperature öppe 30% bis 40% weniger wiit chunsch als im Sommer. Villi PHEVs händ aber en «Vorklimatisierigs-Funktion», wo s’Auto no am Kabel vorheizt, was d’Riichwiiti wieder verbessert.
Lohnt sich en Occasion Plug-in Hybrid?
Ja, das chan sehr interessant sii. De Wertverlust isch i de erste Johre oft höcher als bi Verbrenner. Wichtig isch, dass du de «Gesundheitszuestand» (SoH – State of Health) vo de Batterie prüefe lasch, bevor du chaufsch.
Tipps für de Gebruuchtwage-Chauf und Langziit-Nutzig
Wenn du dich entscheidisch, en Plug-in Hybrid als Occasion z’chaufe oder ihn lang z’bhalte, gits es paar technischi Details, wo du beachte söttsch. Bi Occasionen isch es ratsam, nöd nur uf de Kilometerstand vom Tacho z’luege, sondern au versueche usezfinde, wie s’Fahrprofil vom Vorbesitzer gsi isch. En Leasing-Rückläufer, wo 100’000km i drü Johre gfahre isch, isch vermuetli fast nie glade worde. Das isch guet für d’Batterie (wenig Ladezyklen), aber schlecht für de Verbrennungsmotor, will de vill Kaltstarts und Vollast uf de Autobahn erlebt hät.
Andersume chan en PHEV, wo nur elektrisch i de Stadt bewegt worde isch, en neuwertige Verbrenner ha, aber e Batterie, wo scho starch beasprucht isch. Idealerwiis lasch bimene Ankaufstest vom TCS oder ere Garage en Batterie-Check mache. Und vergiss nöd: Au wenn du fast nur elektrisch fahrsch, söttsch de Verbrenner ab und zue warmfahre, damit s’Kondenswasser im Öl verdampft und de Motor nöd «iischlaft». So häsch du lang Freud a dim Teilziit-Stromer.
