Günstig übernachte: Worum sich es Hostel für di lohnt

Wer kennt s Gfühl nöd: S Fernweh isch riesig, aber s Portemonnaie isch eher chli und de Kontostand luegt di vorwurfsvoll a. D Welt z entdecke choschtet leider oft e Stange Gäld, bsunders wenn mer i teure Städt wie London, Paris oder New York unterwägs isch, oder aber au eifach mal i de Schwiiz es Wochenende wott verbringe. Aber zum Glück gits e Alternative zum klassische Hotel, wo nöd nur s Budget schont, sondern s Reiseerlebnis oft sogar no viel intensiver und spannender macht. D Red isch vom Hostel. Früener hät mer das no als «Jugendherberge» abta und mit schmuddelige Zimmer und strenge Regle verbunde, aber hützutags hät sich d Hostel-Wält komplett gwandlet. Es isch e Kulturbewegig worde, wo Mensche us aller Wält zämebringt. Aber was genau macht es moderns Hostel us, worum söttisch du bim nächste Trip dött übernachte und worauf muesch achte? Mir lueged das mal ganz genau a.

Was isch eigentlich genau es Hostel?

Ganz eifach gseit isch es Hostel e büdschefründlichi Unterkunft, wo de Fokus starch uf s soziale Miteinand leit. Im Gegeteil zumene Hotel, wo du d Türe hinder dir zuemachsch und dänn dini Ruhe häsch, isch es Hostel druf usgleit, dass du mit andere Reisende i Kontakt chunnsch. S klassische Merkmal isch s sogenannte «Dorm» oder Mehrbettzimmer. Das heisst, du mietisch nöd s ganze Zimmer, sondern nur dis Bett. Aber kei Angst, das isch nöd di einzig Option.

Es Hostel isch hützutags vill meh als nur e Schlafstatt. Es isch en Ort, wo d Infrastruktur teilt wird. Es git meistens e grossi Chuchi, wo alli chönd bruuche, gmeinschaftlichi Badezimmer (wobi vili Zimmer hüt au eigni Bäder händ) und vor allem «Common Areas», also Ufenthaltsrüüm. Das chann e gmüetlichi Lounge mit Sofas si, e Bar, e Dachterrasse oder sogar en Co-Working-Space für die, wo unterwägs schaffe müend. D Idee dehinder isch: Mir teiled d Ressource, spare dadurch Gäld und lehrid debi no neui Lüüt kenne.

D Evolution: Vom «Jugig» zum Design-Tempel

Vili händ no das Bild im Chopf vo de klassische Jugendherberg us em Schwellager: Metallbette, en grüchliche Teppich und e Liechtlösch-Zite, wo streng kontrolliert wird. Das git s zwar vereinzelt no, aber de Markt hät sich massiv veränderet. Hüt redt mer oft vo «Poshtels» (e Mischig us Posh und Hostel) oder Boutique-Hostels. Die Unterkünft stönd i Sachen Design und Komfort eme moderne Hotel oft in nüt nah.

Moderne Hostels händ oft:

  • High-Speed WLAN i alle Bereiche (lebenswichtig für de moderni Traveller).
  • Bettnische mit Privatsphäre: Vili Bette händ hüt Vorhäng, eigeti Leselampe, Steckdose und USB-Ports direkt am Chopfchüssi.
  • Events: Vo Pub Crawls über gratis Stadtfüehrige bis hi zu Pasta-Abige oder Yoga-Stunde am Morge.
  • 24-Stunde Rezeption und hochi Sicherheitsstandards mit Keycards.

D Hauptgründ, worum sich es Hostel lohnt

Natürlich isch de Priis s starchste Argument. I Städt wie Amsterdam oder Kopenhagen zahlsch für es Hotelzimmer schnell mal 150 bis 200 Franke pro Nacht. Im Hostel chasch, je nach Zimmergrössi, scho für 30 bis 50 Franke untercho. Aber es git no viel meh Gründ, wo für es Hostel spreched:

1. Du wirsch Teil vonere Community

Im Hotel isch mer oft anonym. Im Hostel chunsch i de Chuchi oder a de Bar sofort is Gspräch. «Vo wo chunsch?», «Wo gahsch als nächsts hi?» – das sind d Standardfrage, wo Türe öffnet. Du findsch Reisebuddies für en Usflug, bechunsch Insider-Tipps vo Lüüt, wo scho länger i de Stadt sind, und schlüssisch im bestefall Fründschafte fürs Läbe. Bsunders wenn du allei reisisch (Solo Travel), isch es Hostel de besti Ort, um nöd eisam z si.

2. D Chuchi spart dir es Vermöge

Jede Tag drümal uswiärts ässe gaht extrem ins Gäld. I de meiste Hostels gits e voll usgestatteti Chuchi. Du chasch im Supermarkt ichaufe und dir sälber z’Nacht choche. Das spart nöd nur Gäld, sondern isch au gsellig. Oft wird zäme kocht oder mer teilt d Reste. Es git i fast jedere Hostel-Chuchi es «Free Food Shelf», wo Reisendi Sache zrugglönd, wo si nöd bruucht händ – gratis Pasta, Gwürz oder Öl sind fast immer da.

3. Die beste Locations

Interessanterwiis sind Hostels oft a extrem guete Lage z finde. Will si weniger Platz pro Person bruuched als es Hotel, chönd si sich Immobilie i de absolute Hotspots leiste. Du wohnsch also oft zmitts im Gscheh, nur wenigi Minute vo de Seheswürdigkeite eweg.

Zimmertypen: Es isch nöd nur s Massenschlag

Bevor du buechsch, söttisch wüsse, was für Optionä du häsch. S Vorurteil, dass mer immer mit 20 schnarchende Lüüt im Ruum schlaft, stimmt ebe nöd ganz.

  • Dorms (Mehrbettzimmer): Das isch de Klassiker. Es git chliini Dorms (4 bis 6 Bette) und grossi (10, 12 oder meh). Je meh Bette, desto günstiger.
  • Female Dorms: Vili Hostels büütet Zimmer a, wo nur für Fraue sind. Das isch super, wenn du dich als Frau imene gemischte Zimmer nöd wohl fühlsch.
  • Privatzimmer: Ja, au das gits im Hostel! Wenn du d Atmosphäre vom Hostel wotsch, aber dini Rueh im Schlafzimmer bruuchsch, nimmsch es «Private». Die chostet öppe gliich viel wie es günstigs Hotelzimmer, aber du häsch de Zuegang zu de ganze soziale Infrastruktur vom Hostel. Es git Privatzimmer mit eigenem Bad (En-suite) oder mit etagebad.

Sicherheit und «Hostel-Knigge»

E grossi Sorg vo Neulinge isch d Sicherheit. «Werded mini Sache nöd klaut?» Hützutags isch das sehr guet glöst. I de Zimmer hät jede Gast en eigene Locker (Schlüüssfach). Dött chasch din Rucksack oder dini Wertsache ischlüüsse. Wichtig isch: Bring fast immer dis eigne Vörhängschloss mit! D Hostels verchaufet die zwar au, aber wieso Gäld usgäh, wenns eis dihei hät?

Damit s Zämeläbe funktioniert, gits en ungeschriebene «Knigge»:

  • Nachtrueh: Wenn du spat is Zimmer chunsch und anderi schlafed scho, machsch nöd s grosse Liecht a. Benutz d Taschenlampe vom Handy.
  • Ordnig: Verteil dini chleider nöd im ganze Zimmer. Halt din Bereich um s Bett sauber.
  • Chuchi: Wäsch dis Gschirr sofort ab. Nüt isch schlimmer als en Turm vo dreckige Teller im Spülbecki.
  • Schnarche: Wenn du weisch, dass du en Baum absagsch i de Nacht, segs de andere vorher oder buech lieber es chliiners Zimmer.

Wie findsch du s perfekte Hostel?

Nöd alli Hostels sind glich. Es git Party-Hostels, wo bis am morge am 4i d Musig lauft, und es git ruhigi Eco-Hostels. Damit du nöd enttüscht wirsch, söttisch bim Bueche uf Portal wie Hostelworld oder Booking.com genau aneluege:

  1. Bewertige läse: Lueg nöd nur uf d Gesamtnote. Lis d Text. Wenn dött staht «super Party, jede Abig Bier-Pong», du aber am nächste Morge am 6i ufd Wanderig wotsch, isch es nöd s richtige für dich.
  2. Lag checke: Isch es nöch am Zentrum oder muesch no tüür Bahn fahre?
  3. Atmosphäre Score: Uf Hostelworld gits en Bewertigspunkt für «Atmosphäre». En höche Wert bedüütet, dass es eifach isch, Lüüt kennezlehrä.
  4. Ustattig: Händs e Chuchi? Sind d Bettwäsch und s Handtuech inklusive? (Bettwäsch isch meistens debi, Handtüecher chosten oft en Ufpriis oder muesch sälber mitbringe).

D ultitmativi Mini-Packliste fürs Hostel

Wenn du dich entscheidesch, d Hostel-Erfahrig z mache, söttisch die paar Ding unbedingt im Gepäck ha. Si machid s Läbe im Mehrbettzimmer massiv eifacher:

Oropax (Ohrstöpsel): Absolut unverzichtbar. Egal wie nett dini Zimmergenosse sind, irgendöpper macht immer Grüsch oder schnarchet.

Schlafmaske: Wenn de Nachber morgens am 5i s Liecht alahd oder d Sunne ine schiint, bisch du froh drum.

Reisehandtuech (Mikrofaser): Die normale Frottee-Tüecher bruuched z viel Platz und trocknet z lang. Es Mikrofaser-Tuech isch chlii, liecht und schnell troche.

Flip-Flops: Für s Dusche. I gmeinschaftliche Duschen wotsch nöd barfuess stah, egal wie suuber es usgseht.

Powerbank: Falls d Steckdose am Bett wider Erwarte mal nöd gaht oder z wiit weg isch.

Hüfig gstellti Frage (FAQ)

Hier beantworte mir no die wichtigste Frage, wo immer wider uftauched, wenns ums Thema Hostel gaht.

Gits im Hostel e Altersbeschränkig?

Jein. Di allermeiste Hostels sind für alli offe, egal öb du 18 oder 65 bisch. De Begriff «Youth Hostel» isch hüt eher en Markenname als e Regel. Es git aber vereinzelt «Party Hostels», wo es Limit (z.B. 18-35 Jahre) händ. Und i Bayern i de dütsche Jugendherberge hät mer früehner en Uswiis bruucht, aber international isch das sehr locker. Wichtig isch, dass du dich jung gnueg fühlsch für s Gemeinschaftsläbe.

Isch es Hostel nöd unhygienisch?

Das isch es alts Vorurteil. Seriösi Hostels händ Putzchräft, wo mehrmals am Tag d Bäder und Chuchine reiniget. Oft sind Hostels sogar suuberer als billigi Hotels, will de Durchlauf a Lüt so hoch isch, dass ständig putzt werde mues. D Bettwäsch wird professionell gwäsche. Natürlich hangets vom Management ab, drum immer d Bewertige checke («Cleanliness»-Score).

Chann ich als Päärli im Hostel übernachte?

Absolut! Vili Päärli mached das, um Gäld z spare oder Lüüt z treffe. Ihr chönd entweder zwei Bette imene Dorm bueche (dänn schlafed ihr eifach nöd im sälbe Bett, aber im gliche Ruum) oder ihr gönned eu es Privatzimmer (Double Room). Das isch dänn wie im Hotel, eifach mit de coolere Lobby.

Muesi en Schlafsack mitnäh?

Nei, bitte nöd! Di meiste Hostels verbütet eigni Schlafsäck sogar wäge de Gfahr vo Bettwanze (Bed Bugs), wo vo usse iigschleppt werde chöntet. Du überchunsch früschi Bettwäsch vom Hostel. En «Hütteschlafsack» (dünns Inlay) isch i gwüsse Bärghütte i de Schwiiz nötig, aber nöd im normale City-Hostel.

Was isch, wenn ich d Lüüt im Zimmer nöd mag?

Das chann passiere. D Chemie stimmt halt nöd immer. S Guete isch: Im Hostel bisch du meistens eh nur zum Schlafe im Zimmer. Den Rest vo de Ziit verbringsch i de Lounge oder i de Stadt. Und wenns ganz schlimm isch: Nach einere Nacht chasch oft s Zimmer wächsle, wänn a de Rezeption lieb frögsch und no Platz frei isch.

De nächsti Schritt für dis Abentür

Es Hostel isch also wit meh als nur e billigi Absteige. Es isch e Plattform für Ustusch, e Möglichkiet, d Wält günstiger z gseh und oft de Startpunkt für unvergesslichi Gschichte. Wenn du offe bisch, e gwüssi Toleranz mitbringsch und Freud dra häsch, neui Kulture und Mensche kennezlehrä, dänn isch d Hostel-Erfahrig öpper, wo du dir nöd entgah la söttisch. Probier s bim nächste Städtetrip eifach mal us – villich wirsch überrascht si, wie wohl du dich fühlsch und wie viel meh «Reisegfühl» ufchunt, wenn du zäme mit Lüüt us Kanada, Brasilie und Japan am Zmorgetisch sitzisch.