ERP-Systeme: Worum dis Unternähme die Software bruucht

Stell der vor, du chunsch am Morge is Büro und muesch drü verschiedeni Programm öffne, nur um usezfinde, öb e bstimmti Bstellig scho use isch, öb d’Rechnig bezahlt worde isch und öb überhaupt gnueg Material am Lager isch. Villicht kennsch du das Szenario: D’Verchaufsabteilig füehrt e Excel-Lischte, s’Lager hät es eignigs Tool und d’Buechhaltig schafft nomal mit ere andere Software. Das füehrt nöd nur zu Verwirrig und Fehlern, sondern choschtet vor allem wertvolli Ziit. Genau da setzt es ERP System a. Es isch nöd eifach nur e neui Software, sondern s’digitale Rugggrat, wo alli Date und Prozess in dinere Firma zämähaltet. Wenn du s’Gfühl häsch, dass d’Kommunikation zwüschet dine Abteilige harzig lauft oder du de Überblick verlüürsch, dänn isch es höchschti Ziit, dich mit dem Thema usenandzsetze.

Was bedütet eigentlich ERP?

D’Abchürzig ERP stoht für Enterprise Resource Planning. Uf Guetdütsch bedütet das so vill wie d’Planig und Stüürig vo allne Ressource, wo es Unternähme zur Verfüegig hät. Aber was sind dänn Ressource? Das isch alles vo Kapital, Personal, Betriebsmittel bis hi zu Material und Informations- und Kommunikationstechnik. Früener hät mer dänkt, ERP seg nur öpis für riesigi Konzern wie Nestlé oder Novartis, aber hützutags gseht das ganz anders aus.

Du muesch dir es ERP System vorstelle wie s’zentrale Nervesystem vo dim Unternähme. Anstatt dass jedi Abteilig ihri eigne «Insellösig» bastlet, flüssed alli Informatione in e einzigi, zentrali Datebank. Das heisst, wenn de Verchauf en Uftrag im System erfasst, gseht s’Lager sofort, dass Ware reserviert werde muess, d’Produktion weiss, was plant werde söll, und d’Fibu (Finanzbuechhaltig) chan d’Rechnig vorbereite – alles in Echtziit und ohni dass öpper es Telefon i d’Hand näh muess.

Die wichtigschte Bauteili vo eme ERP System

Es modernes ERP isch modular ufbaut. Das heisst, du chasch dir d’Funktione zämästelle, wo du für dis Gschäft würklich bruuchsch. Für es typisches Schwiizer KMU sind meistens folgendi Modul entscheidend:

  • Finanzwese & Controlling: Das isch s’Herzstuck. Es gaht um Buechhaltig, Bilanzierig, Cash-Flow und Choschterächnig. Da wird sichergestellt, dass d’Zahle stimmed.
  • Warenwirtschaft (Supply Chain Management): Vo de Bstellig bim Lieferant bis zum Wareusgang bim Chund. Lagerbeständ werded automatisch abglieche.
  • Personalwese (HR): Lohnabrächnige, Ziiterfassig, Ferieplanig und d’Verwaltig vo Mitarbeiterstammdaten ghöred da dezu.
  • Verchauf & CRM: CRM stoht für Customer Relationship Management. Da werded alli Chundedate, Offerte und d’Historie vo de Chundekontakt gspeicheret.
  • Produktion: Für produzierendi Betrieb isch das essentiell, um d’Maschineuslaschtig und de Materialbedarf exakt z’plane.

Warum dis Unternähme ohni ERP bald nümme konkurrenzfähig isch

D’Schwiizer Wirtschaft isch bekannt für Qualität und Effizienz. Aber wänn dini Mitarbeiter d’Hälfti vo ihrer Ziit demit verbringed, Date vo eim System is andere z’kopiere, dänn verpufft die Effizienz. Es git triftigi Gründ, warum d’Iifüehrig vo eme ERP System oft de Wendepunkt für s’Wachstum vo ere Firma isch.

1. «Single Source of Truth» – Ei Wahrheit für alli

Es git nüt Schlimmers als wänn im Meeting de Verkaufsleiter seit «Mir händ 100 Stuck verchauft» und de Lagerchef seit «Mir händ aber nur 80 verschickt». Wer hät recht? Mit eme ERP System gits die Diskussion nöd. Es git genau ei Datebank. Alli lueged uf die gliche Zahle. Das schafft Transparenz und Vertraue und hilft der als Gschäftsfüehrer, fundierti Entscheidige z’treffe, wil du dich uf d’Date chasch verla.

2. Automatisierig vo Routineufgabe

Denk dra, wie vill Ziit für manuelli Iigabe drufgaht. Rechnige schriibe, Lieferschiin erstelle, Lagerbeständ korrigiere. Es guets ERP System erlediget das automatisch. Wenn en Uftrag abgschlosse isch, wird d’Rechnig generiert und verbuecht. Das spart nöd nur Chöschte, sondern entlaschtet au dini Mitarbeiter, damit sie sich um wichtigeri Sache chönd kümmere – wie zum Biispiel um d’Chunde.

3. Besseri Einhaltig vo Gsetz und Richtlinie

I de Schwiiz hämer strengi Vorgabe, was d’Buechfüehrig (OR) und de Dateschutz (nDSG) aagaht. ERP Aabieter lueged druf, dass ihri Software däne Standards entspricht. Das hilft dir enorm bi de Revision oder wänn du am Endi vom Jahr de Jahresabschluss muesch mache.

Cloud vs. On-Premise: Was passt besser zu dir?

Früener hät mer sich en tüüre Server in Chäller gstellt und d’Software druf installiert (On-Premise). Hüt isch de Trend ganz klar i Richtig Cloud ERP. Aber was sind d’Unterschied?

Bi de On-Premise Lösig chaufsch du d’Lizenz und d’Hardware. Du bisch selber für de Unterhalt, Updates und d’Sicherheit verantwortlich. Das bietet dir zwar maximali Kontrolle über dini Date, isch aber am Afang mit sehr höche Investitionschöschte verbunde.

Bi de Cloud-Lösig (SaaS – Software as a Service) mietisch du d’Software und griffsch über s’Internet druf zue. De Aabieter kümmeret sich um Updates, Backups und Sicherheit. Für vili KMUs isch das attraktiver, will d’Iistigschöschte tüüfer sind und d’Chöschte besser planbar (monatlichi Gebühr). Wichtig isch da eifach z’luege, wo d’Date ligged. Vili Schwiizer Unternähme bestönd druf, dass d’Date in eme Rachezentrum i de Schwiiz gspeicheret werded («Swiss Hosting»), was rechtlich und sicherheitstechnisch en Vorteil isch.

De Prozess: Wie wählsch du s’richtige System us?

De Markt isch riesig. Es git SAP, Microsoft Dynamics, Abacus, Bexio (für chliineri), Odoo und hunderti anderi. Wie söll mer da de Überblick bhalte? De wichtigschti Schritt isch s’Pflichteheft. Du muesch genau wüsse, was dis Unternähme bruucht.

  1. Ist-Analyse: Wie schaffed mir hüt? Wo sind d’Problemzone?
  2. Soll-Konzept: Was muss s’neue System chönne? Bruuchsch du e Schnittstell zum Webshop? Muesch du mehrsprachig (D/F/I/E) chönne offeriere?
  3. Longlist & Shortlist: Suech dir 5-10 Aabieter use und reduzier dänn uf 2-3 Finalischte, wo du zu ere Präsentation iiladsch.
  4. Referenze prüefe: Frag anderi Firme i dinere Branche, was sie benutzed und öb sie zfriede sind. Nüt isch wertvoller als d’Erfahrig vo andere.

Vergiss nöd: Es ERP System isch wie e Eh. Drum prüef genau, wer du hüüratisch, dänn e Scheidig (sprich: Systemwechsel) isch tüür und schmerzhaft.

Hüfig gstellti Frage (FAQ) zum Thema ERP

Bi de Iifüehrig vo so komplexe System tauched immer wieder die gliche Frage uf. Da sind die wichtigschte Antworte für dich zämegstellt:

Isch es ERP System nur für Grosskonzern dänkt?

Nei, überhaupt nöd. Hützutags gits ERP-Lösige, wo speziell für KMUs oder sogar für Startups konzipiert sind. Gradi Cloud-Lösige mached es möglich, mit wenige Modul z’starte und dänn mit em Wachstum vom Unternähme s’System wiiter uszbaue. Wer hüt als Chliunternähme scho professionelli Strukture hät, cha schneller wachse.

Wie lang duuret d’Iifüehrig vo eme ERP System?

Das hangt starch vo de Grössi vo de Firma und de Komplexität ab. Für e chliini Handwerksbude mit ere Standard-Cloud-Lösig chan das i wenige Wuche erlediget sii. Bi eme mittelgrosse Produktionsbetrieb chan s’Projekt aber guet 6 bis 12 Mönet duure. Wichtig isch, gnueg Ziit für d’Schuelig vo de Mitarbeiter iiplanä.

Was choschtet so es System eigentlich?

Bi Cloud-Lösige zahlsch du oft pro Benutzer und Monet. Das fangt bi eifache System bi ca. 30-50 Franke pro User a, chan aber bi umfangriiche Lösige uf Mehreri Hundert Franke stige. Bi On-Premise Lösige muesch du mit Investitione im füf- bis sächsstellige Berich rechne, plus jöhrlichi Wartigsgebühre (meistens ca. 20% vom Lizenzwert).

Warum schiitered ERP Projekt so oft?

De hüfigschti Grund isch nöd d’Technik, sondern de Mensch. Wänn d’Mitarbeiter nöd früeh gnueg i s’Boot gholt werded, wehred sie sich gäge s’neue System. Usserdem wird oft unterschätzt, wie schlecht die alte Date (Stammdate) sind. «Garbage in, Garbage out» – wänn du schlechti Date i s’neue System importiersch, nützt dir die beschti Software nüt.

D’Zuekunft: Künstlichi Intelligenz im ERP

S’Thema blibt nöd stah. D’Entwicklig gaht rasend schnell wiiter. Moderni ERP System integriered immer meh Künstlichi Intelligenz (KI). Stell der vor, dis System seit dir nöd nur, was passiert isch, sondern warnt dich proaktiv, bevor öpis schief gaht. Zum Biispiel chönnti d’KI erchänne, dass en Lieferant i de letschte Ziit immer spöter lieferet und dir vorschlah, de Sicherheitsbestand z’erhöche, bevor du i en Engpass laufsch.

Au d’Mobilität wird immer wichtiger. Chefs und Ussedienstler wänd hüt nümme am PC im Büro sitze müese, um en Uftrag freizgeh oder Lagerbeständ z’checke. Alles muess ufem Tablet oder em Smartphone funktioniere. Wer hüt i es neus ERP investiert, söllti drum unbedingt druf achte, wie «smart» und zuekunftsfähig d’Lösig isch. Es gaht nümme nur um Verwalte, sondern um intelligentes Stüüre vo dim Gschäft.