Copywriting: Werum jede Betrieb gueti Texte bruucht

Häsch di au scho mal gfragt, warum gwüssi Websiten sofort dinere Ufmerksamkeit fanged und du fascht nöd andersch chasch, als wiiterzläse, währed anderi Siite so langwiilig sind, dass du nach zwei Sekunde s’Fenschter wieder zuemachsch? Es liit meischtens nöd am Design, nöd a de Bilder und au nöd am Agebot sälber. De wahri Grund isch de Text. Oder besser gseit: D’Art und Wiis, wie de Text gschribe isch. Genau da chunnt s’Copywriting is Spiel. Es isch die heimlichi Superchraft im Marketing, wo useme normale Bsuecher en zahlende Chund macht. I de Schwiiz wird das Thema oft no underschätzt, debii isch es s’Fundament vo jedem erfolgriiche Gschäft im Internet. Wer sini Wörter nöd im Griff hät, verlüürt bares Geld – jedä Tag.

Was isch Copywriting eigentlich genau?

Wenn mer s’Wort «Copywriting» wörtlich übersetzt, chönnt mer meine, es gächi ums Kopiere vo Texten. Aber das isch natürlich völlige Quatsch. Copywriting isch d’Kunst und d’Wüsseschaft vom Schriibe vo Werbetexten, wo de Läser zu nere Handlig beweged. Im Gegesatz zu journalistische Texten oder Unterhaltigsliteratur, hät Copywriting immer es glasklars Ziel: Conversion.

Es gaht drum, de Läser «bi de Hand z’näh» und ihn dur e logischi und emotionali Reis z’füehre. Am Schluss vo dere Reis sött er genau das mache, was du vo ihm wotsch. Das chan si:

  • Sich für en Newsletter aamelde.
  • En «Chaufe»-Button drucke.
  • E Offerte aafordere.
  • Eis vo dine Videos aaluege.

Mer chönnt säge: Copywriting isch Verchaufe i schriftlicher Form. En guete Copywriter isch quasi din beschte Verchäufer, wo 24 Stunden am Tag, 7 Tag i de Wuche für dich arbeitet, ohni dass er je mal Chrankheitstag bruucht oder nach ere Lohnerhöchig fragt.

Der Unterschied zwüschet Content Writing und Copywriting

Vili Lüt schmeissed «Content Writing» und «Copywriting» in gliche Topf. Das isch en klassische Aafängerfehler. Beides isch wichtig, aber sie händ komplett unterschiedliche Ufgabe. Wenn du das Prinzip verstanden häsch, bisch du de meischte vo dine Konkurrente scho en riesige Schritt vorus.

Content Writing: De Lehrer und Unterhalter

Bim Content Writing gaht es primär drum, Vertraue aufzbaue, z’informiere oder z’unterhalte. En Blogpost (wie dä da, im wiiteschte Sinn), en Social Media Post, wo en Blick hinter d’Kulisse git, oder es Whitepaper – das isch alles Content. S’Ziel isch Brand Awareness und SEO (Suchmaschinenoptimierung). Mer will Lüt uf d’Siite hole und zeige, dass mer e Ahnig hät.

Copywriting: De Verchäufer und Psycholog

Bim Copywriting zellts Resultat. Da gaht’s nöd um «netti Infos». Da gaht’s um de Abschluss. E Landingpage, e Facebook-Ad, e Sales-Email oder d’Produktbeschriibig im Onlineshop – das isch Copy. Hier mues jedes Wort sitze. Es git kei Platz für Floskelen. Copywriting bruucht starchi psychologischi Trigger, um de Läser vo «Hmm, interessant» zu «Das bruuch ich unbedingt!» z’bringe.

Warum dis Gschäft ohni guets Copywriting Geld verbrännt

Stell der vor, du investiersch Tuusigi vo Franke in e neui, wunderschöni Website. Design vom Feinschte, moderni Technologie, alles blitzt und blinkt. Du schaltisch Google Ads und bringsch Lüt uf d’Siite. Aber dänn passiert: Nüt. Niemert chauft. Niemert rüeft aa.

Warum? Will d’Texte nöd überzüüged. Design isch wichtig für de ersti Iidruck, aber Text verchauft. Wenn d’Botschaft nöd klar isch, wenn de Chund nöd sofort checkt, was er devuu hät, dänn isch er weg. I de hütige ziit hät niemert meh Geduld.

Guets Copywriting sorgt defür, dass:

  1. D’Ufmerksamkeit blibt: Du häsch nur wenigi Sekunde Ziit. E gueti Headline (Überschrift) isch de «Hake», wo de Läser fangt.
  2. Problem glöst werden: D’Lüt chaufed kei Produkt, sie chaufed Lösige für ihri Problem. Copywriting zeigt uf, dass du de Schmärz vom Chund verstahsch und d’Lösig häsch.
  3. Vertraue entstaht: Durch di richtig Wortwahl wirsch du als Experte wahrgno, ohni arrogant z’würke.
  4. Iiwänd vorweggnuu werded: En guete Texter weiss genau, was de Chund für Bedenke hät («Isch das nöd z’tüür?», «Funktioniert das bi mir?») und entchräftet die im Text, bevor sie überhaupt im Chopf vom Chund luut werded.

Psychologie hinder de Worte: Features vs. Benefits

Das isch di allerwichtigschti Regel im Copywriting, wo aber so vili Schwiizer KMUs falsch mached. Si schriibed über «Features» (Eigeschafte) statt über «Benefits» (Nutze).

Es Biispiel:
En Gärtner verchauft en neue Rasemäher Roboter.

Schlechts Copywriting (Features):
«De Roboter hät en 5000mAh Akku, Titanium-Klinge und App-Stüürig via Bluetooth.»

Das isch technisch korrekt, aber langwiilig. Wen interessiert de Akku? Was bedütet das für mich?

Guets Copywriting (Benefits):
«Gnüss dis Wucheend im Liegestuehl statt hinderem Rasemäher. Dank em starchä Akku mäht er din ganze Garte i eim Durchgang, während du ihn bequem vom Sofa us übers Handy stüürsch. Für en perfekte englische Rase, ohni dass du en Finger krümmsch.»

Gseesch de Unterschied? Im erste Fall verchaufsch du Technik. Im zweite Fall verchaufsch du Freiziit und en schöne Garte. D’Emotione («Gnüss dis Wucheend») sind das, was de Verchauf usmacht. D’Technik isch nur de Bewiis, dass es funktioniert.

Wo Copywriting überall zum Iisatz chunnt

Vili dänked bi Copywriting nur a d’Startsiite vo de Homepage. Aber eigentlich bruuchsch du’s überall det, wo du Kontakt mit potenzielle Chunde häsch. Hie sind die wichtigste Iisatzgebiet:

1. Landingpages

Das sind Siite, wo nur eis Ziel händ: Konversion. Hie mues de Text perfekt strukturiert sii. Meischtens nutzt mer hie Formle wie AIDA (Attention, Interest, Desire, Action). D’Überschrift mues knalle, d’Vorteile müend klar sii und de Call-to-Action (Handligsufforderig) mues unwiderstehlich sii.

2. E-Mail Marketing

Newsletter sind nöd tot, im Gegeteil. Email isch immer no de Kanal mit em hööchste ROI (Return on Investment). Aber nur, wenn d’Betreffziile so guet isch, dass s’Mail überhaupt göffnet wird. Und wänn de Inhalt dänn so spannend isch, dass mer nöd uf «Abmelden» klickt.

3. Social Media Ads

Uf Facebook, Instagram oder LinkedIn häsch du nur en Bruchteil vonere Sekunde, um bim Scrolle ufgfalle. De Text (d’Caption) und s’Bild müend zämespiele. Hie isch «Storytelling» oft de Schlüssel. Erzell e chliini Gschicht, wo d’Lüt packt.

4. Produktbeschriibige

I Onlineshops wird oft nur de Herstellertext kopiert. Das isch tödlich für SEO und langwiilig für de Chund. Individuelli, knackigi Produkttexte, wo d’Sinnaspröched (wie sich de Stoff aafühlt, wie fein de Kafi schmeckt), mached de Unterschied zwüschet em «Warenkorb»-Klick und em Verlah vo de Siite.

Schwiizerdütsch oder Hochdütsch?

Das isch e Frag, wo sich vili Firmene stelled. Soll s’Copywriting uf Mundart oder uf Standarddütsch sii? D’Antwort isch: Es chunnt druf aa.

Mundart isch super für B2C (Business to Consumer), wenn du e lokali Zielgruppe häsch und e sehr persönliches, nöchs Verhältnis ufbauä wotsch. Es wirkt sympathisch, bodeständig und «eis vo ois». Bsunders uf Social Media funktioniert Schwiizerdütsch hervorragend.

Hochdütsch isch Pflicht, wenn du im B2B (Business to Business) Bereich tätig bisch, internationali Chunde häsch oder sehr seriös und «offiziell» würke muesch. Au für SEO isch Hochdütsch meistens besser, will d’Lüt bi Google ehnder nach hochdütsche Begriff sueched («Maler Zürich» statt «Maler Züri»).

Oft macht en Mix Sinn: D’Websiite und SEO-Texte uf Hochdütsch, aber d’Social Media Ads und de Newsletter («Du»-Form) uf Schwiizerdütsch. Wichtig isch, dass du dier treu blibsch und e «Brand Voice» entwicklisch, wo zu dinere Marke passt.

Hüüfig gstellig Frage (FAQ) zum Thema Werbetexte

Bim Thema Copywriting tauched immer wieder die gliche Frage uf. Mir händ da mal die wichtigschte zämetrait und beantwortet.

Chani Copywriting nöd eifach sälber mache?

Theoretisch ja. Jede chan schriibe. Aber nöd jede chan verchaufä dur Schriibe. Wenn du sälber schriibsch, bisch du oft «betriebsblind». Du kennsch dis Produkt z’guet und setzisch Wüsse bim Chund voruus, wo er gar nöd hät. Zudem bruucht guets Copywriting Ziit und Üebig. E Profi-Texter holt d’Investition meischtens schnell wieder ii, will d’Conversion-Rate stiigt.

Was choschtet en guete Copywriter i de Schwiiz?

Das isch sehr unterschiedlich. Aafänger verlanget villicht 80 bis 100 Franke pro Stund, Profis chönd au guet mal 200 Franke und meh verlange oder pauschal pro Projekt abrächne. Wichtig: Lueg nöd nur uf de Stundesatz. En billige Text, wo nüt verchauft, isch am Schluss tüürer als en tüüre Text, wo dis Gschäft durch d’Decki gah lat.

Wie lang sött en Werbetext sii?

Es git e alti Copywriting-Weisheit: «So lang wie nötig, so kurz wie möglich.» Wenn du es tüürs, komplexes Produkt verchaufsch (z.B. en Coaching-Kurs für 5000 Franke), bruuchsch du viel Text (Long-Copy), um gnueg Vertraue ufzbaue und alli Frage z’chläre. Wenn du Socke verchaufsch, langet wenig Text (Short-Copy).

Mues Copywriting immer SEO-optimiert sii?

Nöd zwingend, aber es hilft. Bi Google Ads oder Landingpages, wo du de Traffic ichaufsch, isch SEO egal. Det zellt nur d’Überzüügigschraft. Bi Blogartikeln oder de Startsiite isch SEO aber essentiell, damit du überhaupt gfunde wirsch. Die beschti Kombination isch «SEO-Copywriting»: Text, wo Google liebt UND Mensche zum Chaufe bringt.

So optimiersch du dini Texte no hüt für meh Umsatz

Du muesch nöd sofort en tüüre Agentur aastelle, um dini Texte z’verbessere. Fang mal bi dir sälber aa und lueg diis aktuelle Marketing kritisch aa. Hier sind konkkreti Schritt, wo du sofort chasch umsetze:

Pfüef dini «Über uns» Siite: Staat det würkli öbbis über dich? Oder staat det, wie du em Chund hälfsch? Änder d’Perspektive. Statt «Mir sind siit 20 Jahr am Markt» schriib «Siit 20 Jahr profitiersch du vo oisere Erfahrig». En chliine Unterschied im Wortlut, en riesige Unterschied i de Warnehmig.

Streich s’Fachchinesisch: Lis dini Texte luut vor. Töned sie wie öbbis, wo du dim Kolleg am Stammtisch würsch verzelle? Wenn nöd: Umschriibe! Verwend eifachi Wörter. Kompliziertheit schafft Distanz, Eifachheit schafft Nöchi.

Check dini Call-to-Actions (CTAs): Stat uf dine Buttons nur «Senden» oder «Klicken»? Das isch verschenkts Potenzial. Schriib de Nutze in Button. Zum Biispiel: «Jetzt gratis Offerte hole» oder «Ja, ich will meh Umsatz». Das animiert vill stärcher zum Klick.

Investier i dini Wortwahl. Es isch oft de herti, aber unsichtbari Faktor, wo entscheidet, ob en Bsuecher en Chund wird oder zur Konkurrenz abwanderet. Fang aa, dini Texte als Verchäufer z’gseeh, und du wirsch gmerke, wie sich dini Zahle veränderet.