Blumenchohl perfekt choche: So blibt er bissfescht

Jede vo eus kennt das Trauma us de Schuelmensa oder vo de Grossmueter, wenn de Blumenchohl eifach viel z lang im Wasser gläge isch: Er isch grau, zerfallt scho bim Aluege und schmöckt irgendwie muffig. Aber eigentlich isch Blumenchohl es wahnsinnig versatile und feins Gmües, wenn mer wüsst, wie mer en richtig behandelt. S’Gheimnis für de perfekti Gschmack und die richtig Konsistenz liit fast ausschliesslich i de Chochziit und de Zubereitigsmethode. Wenn du en «al dente» oder bissfescht anecriege wotsch, dänn muesch du d’Uhr im Aug bhalte und e paar chliini Tricks aawende. Es gaht nöd nur drum, s’Gmües weich z’becho, sondern de Punkt z’träffe, wo er no Knack hät, aber nümme nach rohem Chohl schmöckt. I däm Artikel lueged mir ganz genau a, wie du das hiichunnsch, egal öb du en im Wasser, im Dampf oder im Ofe machsch.

D’Vorbereitig: So fangt alles aa

Bevor mir überhaupt s’Wasser ufsetzed, isch die richtigi Vorbereitig entscheidend. De Strunk und d’Blätter müend wäg, aber wirf d’Blätter nöd eifach furt! Die zarte, hellgrüene Blättli chasch wunderbar mit choche oder für e Suppe gebruuche, die schmöcked nämlich sehr intensiv und nussig. Für de Chohl sälber häsch du zwei Möglichkeite: Entweder du chochsch de Chopf als Ganzes oder du teilsch en in chliini Rösi (Röschen) uf.

Wenn du en in Rösli ufteilsch, hät das de Vorteil, dass alles viel schnäller gaht und gliichmässiger gart. Dezu schniidsch eifach de Strunk uuse und brichsch d’Rösli mit de Hand ab oder nimmsch es chliises Messer zur Hilf. Wichtig isch, dass d’Stückli öppe gliich gross sind, damit nöd die eint Hälfti scho matschig isch, während die ander no hert isch. Wänn du de Blumenchohl im Ganze machsch, gseht das ufem Tisch natürlich super us, bruucht aber chli meh Gfühl bim Choche.

Methode 1: De Klassiker im Wasserbad

Die meischte Lüt choche de Blumenchohl im Wasser, und das isch au völlig okay, wenn mer es paar Regle beachtet. S’Problem bim Wasser isch, dass de Blumenchohl schnell verwässeret und sini wiesse Farb verlürt. Damit das nöd passiert, gits en Trick: Gib en Schuss Milch oder Zitronesaft is Chochwasser. Das sorgt defür, dass de Chohl strahlend wiess bliibt und nöd so en graue Schleier überchunnt.

Die richtige Chochziite für s’Wasserbad:

  • Ganze Chopf: Je nach Grössi bruucht en ganze Blumenchohl öppe 15 bis 20 Minute. Wichtig isch, dass er ganz mit Wasser bedeckt isch oder du en zwüschedure mal drüllsch.
  • Rösli: Die sind viel schnäller. Hie langed meistens 4 bis 6 Minute. Sobald du mit eme Messer liecht i de Stiel stäche chasch, sind sie guet.

Vergiss s’Salz nöd! Es darf ruhig guet gsalze sii, wie bim Pasta-Wasser. E Prise Zucker hilft debii, de eigeschmack vom Chohl z’unterstütze. Und no en Tipp gäge de Gruch: Es Lorbeerblatt oder en Schuss Essig im Wasser hilft, dass die ganzi Chuchi nöd so extrem nach Chohl schmöckt.

Methode 2: Dämpfe für meh Vitamine

No besser als Choche isch s’Dämpfe. Bim Dämpfe liit de Blumenchohl nöd direkt im Wasser, sondern im heisse Wasserdampf. Das hät de Riesevorteil, dass d’Nährstoff und Vitamine, wo suscht ins Chochwasser uusgschwämmt werded, im Gmües blibe. Usussserdem verwässeret de Gschmack nöd; de Blumenchohl schmöckt intensiver und nussiger.

Defür bruuchsch en Dämpf-Iisatz oder en spezielle Dampfgarer. Füll eifach e bitzeli Wasser i de Topf (so dass de Iisatz nöd s’Wasser berührt), bring s’Wasser zum Siedle, deckel druf und los gaht’s. D’Ziite sind chli länger als bim direkte Choche:

  • Rösli: Rechned mit öppe 8 bis 10 Minute.
  • Ganze Chopf: Das chan guet 20 bis 25 Minute gah.

Bim Dämpfe isch d’Gfahr chliiner, dass er matschig wird, will de Garprozess sanfter isch. Trotzdem söttsch du gäge Schluss immer wieder mal d’Messerprob mache.

Methode 3: Im Ofe röschte – De Gschmacksexplosion

Wer Blumenchohl nur koche kennt, verpasst öppis. Im Ofe röschte isch für villi die bescht Methode überhaupt. Dur die trochni Hitz karamellisiert de Zucker im Gmües liecht, und es entstahn Röschtarome, wo bim Choche im Wasser nie entstah würded. Er wird dänn nöd nur weich, sondern chunnt e nussigi, süesslichi Note über.

Heiz de Ofe uf 200 Grad Umluft (oder 220 Grad Ober-/Unterhitz) vor. Misch d’Blumenchohl-Rösli inere Schüssle mit ordentlich Olivenöl, Salz, Pfäffer und villicht chli Paprikapulver oder Curry. Verteil alles uf eme Bachblech, so dass d’Rösli nöd übereinander ligged.

D’Chochziit im Ofe isch öppe 20 bis 25 Minute. Nach de Hälfti vo de Ziit söttsch d’Rösli eimal wände, damit sie vo allne Siite schön bruun werded. Wenn du en ganze Chopf im Ofe mache wotsch, bruucht dä locker 45 bis 60 Minute und sött zwüschedure mit Öl bstriche werde.

De wichtigschti Schritt: S’Abschrecke

Egal öb du de Blumenchohl im Wasser chochsch oder dämpfsch (bim Ofe isch das anders), eine vo de wichtigschte Schritt wird oft vergässe: S’Abschrecke. Wenn du de Chohl eifach vom Herd nimmsch und s’Wasser abgiessisch, gart er dur sini Eigehitz no wiiter. Das heisst, er isch im Topf villicht perfekt, aber bis er uf em Täller isch, isch er dänn doch weich und labbrig.

Bereit dir also e Schüssle mit iischaltem Wasser (am beschte mit Iiswürfel) vor. Sobald d’Chochziit um isch, nimmsch de Blumenchohl mit ere Schaumkelle uuse und wirfsch en sofort is Iiswasser. Das stoppt de Garprozess abrupt. So bliibt er genau so knackig, wie du en usegholt häsch, und was no besser isch: Die wiissi Farb bliibt viel schöner erhalte. Wenn du en warm ässe wotsch, chasch en kurz vorm Serviere nomal schnell i heisses Wasser tauche oder i chli Butter inere Pfanne schwenke.

Woran erkännsch du, dass er perfekt isch?

Es git kei exakti Wüsseschaft für d’Minutenazahl, will jede Chopf chli anderscht isch. Mal sind d’Rösli grösser, mal isch de Chohl frischer (frische Chohl bruucht tendenziell chli länger als alte). Drum verlah dich nöd blind uf d’Wecker-App, sondern nutz d’Messerprob. Nimm es chliises Rüstmesser und stich i de dickschti Teil vom Strunk (bimene Rösli). S’Messer sött iidringe chönne, aber du söttsch no en gwüsse Widerstand gspüre. Wenn s’Messer durrutscht wie dur Butter, isch es leider scho fast z’spaot für de perfekti Biss. Wenn du s’Gfühl häsch, er isch «fast guet», dänn isch er meistens genau richtig zum Abgiesse, will er ufem Weg zum Sieb no nachezieht.

Häufig gstellti Frage (FAQ)

Hier beantworte mir no e paar Frage, wo immer wieder auftauched, wenns ums Thema Blumenchohl gaht.

Chamer Blumenchohl au roh ässe?

Absolut! Blumenchohl isch roh nöd giftig und sogar sehr gsund. Roh hät er en scharfe, pfeffrige Gschmack und isch super knackig. Er eignet sich perfekt als Dip-Gmües oder fiinghoblet imene Salat. Allerdings isch er roh chli schwerer verdaulich als kocht. Wenn du empfindlich reagiersch, söttsch en lieber kurz blanchiere.

Wieso wird miin Blumenchohl bim Choche grau oder bruun?

Das passiert oft, wenn s’Wasser z’hert (kalkhaltig) isch oder wenn er z’lang kocht wird. Eisestoff im Wasser chönd mit Inhaltsstoff vom Chohl reagiere. D’Lösig isch eifach: Gib chli Süüri is Wasser, also Zitronesaft oder en Schuss Essig. Das verhindert d’Verfärbig und haltet en schön wiess.

Wie lageret mer frische Blumenchohl am beschte?

Am beschte im Gmüesfach vom Chüelschrank. Lah die grüene Blätter dra, die schützed de Chopf. Du chasch en au in e füechts Tuech iiwickle, aber nöd luftdicht i Plastik verpacke, suscht fangt er a schimmle. So hebt er locker e Wuche. Wänn er schwarzi Pünktli bechunnt, isch das meistens nur oberflächliche Pilzbefall – das chasch eifach wegschniide, de Rest isch no guet.

Was mache ich, wenn er doch z’weich worde isch?

Kei Panik, wägwerfe muesch en nöd! Wenn d’Rösli matschig worde sind, machsch eifach s’Beschte drus: Pürier sie zunere fiine Suppe oder mach es Blumenchohl-Püree (als Ersatz für Härdöpfelstock). Mit chli Muskatnuss, Rahm und Butter merkt niemert meh, dass das eigentlich en «Unfall» gsi isch.

Rezept-Idee: Blumenchohl mit Brösmeli und Butter

Zum Schluss no eini vo de beliebtischte Arte, Blumenchohl i de Schwiiz z’serviere, nämli «polnischer Art» oder eifach mit Brösmeli. Das isch die perfekti Biilaag für Fleischgricht oder au eifach so als Hauptgang mit chli Salzhärdöpfel.

Nachdem du de Blumenchohl bissfescht kocht und abgschreckt häsch, lahsch en guet abtropfe. In ere Pfanne schmilzisch dänn e grosszügige Portion Butter. Sobald d’Butter schümt, gisch Paniermähl (Brösmeli) dezue. Lah das Ganze under Rühre goldbruun werde – pass uf, das gaht schnell und chan schnell verbrenne! Würze chasch d’Brösmeli mit chli Salz und frischem Schnittlauch. Dänn d’Rösli entweder i de Pfanne schwenke oder uf ere Platte aarrichte und die goldige Butter-Brösmeli drübergiesse. En Guete!