Wär hüt am Rhyufer z’Basel spaziert oder am Morge am Bahnhof SBB d’Menschemssene beobachtet, merkt schnell: D’Stadt läbt und sie bewegt sich. Basel isch längscht nümme nur die gemüetlichi Stadt mit de Fasnacht und de Fähri, sondern en dynamische Wirtschafts- und Lebensruum, wo stetig wachst. Es isch e Stadt im Wandel, wo Tradition und Moderne ufenander träffe, und das spiegelt sich ganz dütlich i de Zahle wider. D’Frog, wie vill Lüüt eigentlich genau i de «Rhy-Stadt» wohne, isch aber gar nöd immer so eifach z’beantworte, will es drufaab chunnt, ob mer d’Stadt sälber meint oder de ganzi Kanton, und weli Faktore s’Wachstum i de letschte Joor aatriibe händ. I dem Artikel luege mer ganz genau hi, was d’Statistike säged, werum d’Lüüt uf Basel chömed und was das für d’Infrastruktur und de Wohnigsmarkt bedütet.
D’Iiwohnerzahle im Detail: Stadt vs. Kanton
Wenn mer vo «Basel» redt, mues mer immer chli ufpasse. Es git d’Stadt Basel (d’Einwohnergmeind) und d’Gmeinde Riehen und Bettingen, wo zäme de Kanton Basel-Stadt bildet. Die Unterscheidig isch wichtig, will d’Statistike oft beides separat uswiised.
Noch de aktuellschte Date vom Statistische Amt, wo i de letschte Mönat veröffentlicht worde sind, gseht d’Lag folgendermasse us:
- Kanton Basel-Stadt: D’Gsamtiwohnerzahl vom Kanton bewegt sich stabil über de Marke vo 200’000. Noch de neuschte Schätzige und Zählige sind es rund 206’000 Mensche, wo im Stadtkanton diheim sind. Das isch en historische Höchststand, wo zeigt, dass d’Attraktivität vo de Region ungebroche isch.
- Stadt Basel: D’Stadt elei, also ohni Riehen und Bettingen, hät ebefalls zuegleit. Do wohne aktuell öppe 173’000 bis 175’000 Lüüt. Das bedütet, dass de Groossteil vo de Kantonsbevölkerig direkt im urbane Zentrum läbt.
Interessant isch do de Vergliich zu früener. I de 90er Joor hät Basel – wie vili anderi Städt i de Schwiiz au – Iiwohner a s’Umland verlore (Suburbanisierig). Sit de Jahrtausendwendi beobachtet mer aber en klare Trend zrugg i d’Stadt (Reurbanisierig). D’Lüüt wänd wieder nöcher am Gscheh, a de Kultur und a de Arbeitsplätz wohne.
Werum wachst Basel eigentlich?
S’Wachstum vo ere Stadt passiert nöd eifach so. Es git konkreti Gründ, werum Mensche sich entscheided, ihren Läbensmittelpunkt a s’Rhyknie z’verlegge. Es isch e Mischig us wirtschaftlicher Power und Lebensqualität.
De Faktor Wirtschaft und Pharma
Es isch kei Gheimnis, dass Basel s’Härz vo de europäische Life-Sciences-Industrie isch. Firmen wie Novartis, Roche und Lonza ziehnd Fachkräft us de ganze Wält aa. Das sorgt nöd nur für guet bezahlti Jobs, sondern au für en stetige Zuezug vo hochqualifizierte Expats. Wenn e neus Forschigszentrum ufgmacht wird oder e Firma expandiert, gspürt mer das direkt a de Bevölkerigszahle.
Lebensqualität und Kultur
Aber es isch nöd nur d’Arbeit. Basel hät i diverse Rankings für Lebensqualität immer wieder sehr guet abgschmitte. D’Lag am Dreiländereck, s’kulturelle Aagebot mit de vile Musee (wie s’Kunstmuseum oder d’Fondation Beyeler) und d’Nocherholigsgebiet mache d’Stadt sehr attraktiv. Dezue chunnt, dass Basel im Vergliich zu Züri oder Genf zwar au tüür isch, aber de Wohnigsmarkt mängisch no es birebizzeli entspannter wirkt – au wenn sich das grad änderet.
Wer sind d’Basler vo hüt? E Blick uf d’Demografie
S’Gischt vo Basel veränderet sich. D’Zahle zeiged, dass d’Stadt jünger und internationaler wird. De Aateil a lüt mit eme usländische Pass isch i Basel traditionell hoch, was au a de geographische Lag liit.
Aktuell hät de Kanton Basel-Stadt en Usländeraateil vo rund 36% bis 37%. Das tönt noch viel, aber mer mues bedänke, dass vili vo dene Lüüt scho sit Generatione do sind oder als Fachkräft us em EU-Ruum cho sind. Die gröschte Gruppe chömed us:
- Dütschland: Wäg de Sproch und de Nöchi isch das di gröschti Gruppe. Vili Dütschi schaffed i de Pharma oder im Gsundheitswese.
- Italie und Türkei: Traditionelli Iiwanderigsgruppe, wo s’Stadtbild scho sit Jahrzehnte präged.
- Expats (USA, Indie, UK): D’Zahl vo Mensche us englischsprochige Länder oder Indie hät starch zuegno, was direkt mit de internationale Firmen zämefangt.
Au d’Altersstruktur isch spannend. Während vili ländlichi Regione überalteret, ziets jungi Erwachseni und jungi Familie i d’Stadt. D’Quartier wie s’Gundeli oder s’St. Johann sind beliebti Orte für Studänte und jungi Paarl, was d’Stadt dynamsich haltet.
Wohnrum: Wo söled all die Lüüt wohne?
Wenn d’Iiwohnerzahle stiiged, isch die logischi Frog: Hät’s denn gnueg Platz? De Basler Wohnigsmarkt isch in Bewegung. D’Leerwohnungsziffer isch i de letschte Joor relativ tüüf gsi, was d’Mietpriise aatriibt. D’Stadt reagiert uf das Wachstum mit de Entwicklig vo neue Areal.
Besunders spannend sind d’Transformationsareal. Alti Industriegebiet wärded zu Wohnquartier umbaut. Bischpiel dodefür sind:
- Erlenmatt: En völlig neus Quartier, wo uf em ehemalige Güeterbahnhofareal entstande isch. Hüt wohne do tuusigi Mensche.
- Dreispitz: Wo früener Lagerhalle gstande sind, entstot hüt e Mischig us Wohnen, Kunsthochschuel und Gwerb.
- Klybeck und Wolf: Das sind d’Zuekunftsprojekt. Do söll i de nächste Joorzehnte Wohnruum für wiiteri tuusigi Lüüt entstoh.
D’Verdichtig isch s’Zauberwort. Me baut nöcher zäme und höcher, um de Platz, wo vorhande isch, optimal z’nutze, ohni dass mer z’vill Grüenflächene mues opfere.
D’Pändler und d’Dagesbevölkerig
Eis darf mer bi de Iiwohnerstatistike nie vergesse: D’Zahl vo de Lüüt, wo z’Basel schaffed und sich dert ufhalted, isch vill höcher als d’Zahl vo dene, wo dert schlofed. Basel isch e Pändlerhochburg. Jeden Morge strömed Zähntuusigi über d’Gränze vo Frankriich (Elsass) und Dütschland (Südbade) sowie us em Baselbiet (Kanton Basel-Landschaft) i d’Stadt.
Mer redt do vo de sogenannte «Dagesbevölkerig». Die cha guet und gern mal uf über 300’000 oder 350’000 Persone aastiige, wenn mer d’Arbeitnehmer, Touriste und Iichäufer mitzellt. Das stellt enormi Aaforderige a d’Verkehrsinfrastruktur (Trams, Busse, Stroosse) und erklärrt au, werum d’Stadt mängisch vill voller wirkt, als es d’offizielli Iiwohnerzahl vermuete laat. D’Gränzgänger sind für d’Basler Wirtschaft unverzichtbar – ohni sie würded weder d’Spitäler no d’Induschtrie funktioniere.
Häufig gstellti Froge (FAQ)
Wie gross isch de Unterschied zwüsched Stadt und Kanton Basel-Stadt?
De Kanton bestaht us drüü Gmeinde: de Stadt Basel, Riehen und Bettingen. D’Stadt sälber hät öppe 174’000 Iiwohner, während de gsamti Kanton uf rund 206’000 Iiwohner chunnt. Riehen isch dabi e grossi, eher grüeni Wohngmeind, und Bettingen isch chli und ländlich prägt.
Isch Basel die drittgrössti Stadt vo de Schwiiz?
Jo, das isch korrekt. Noch Züri (über 400’000) und Genf (rund 203’000) isch Basel d’Nummere drü. Wenn mer aber d’Agglomeration aaluegt, also s’ganze iiugsgebiet über d’Kantons- und Landesgränze eweg, denn isch de Ballungsruum Basel eini vo de bedütendste Wirtschaftsregione in Mitteleuropa mit fascht ere Million Iiwohner im trinationale Kontext.
Welis Quartier i Basel hät am meiste Iiwohner?
S’Gundeldingen (kurz «Gundeli») isch eis vo de bevölkerigsriichschte Quartier. Es liit hinderem Bahnhof SBB und hät sich vom ehemolige Arbeiterquartier zumene belebte und beliebte Wohnort gwandlet. Au s’St. Johann und s’Iselin-Quartier händ vili Iiwohner.
Wie hät sich de Usländeraateil i de letschte Joor entwickelt?
Er isch liicht aagstige, was typisch isch für wirtschaftlich starchi Städt. De Zuezug vo internationale Fachkräft («Expats») hät dezue biitreit. De Usländeraateil im Kanton liit bi öppe 37%. Wichtig isch z’wüsse, dass d’Zämmesetzig sehr divers isch und über 160 Natione vertrette sind.
Stiiged d’Mietpriise weg em Bevölkerigswachstum?
Tendenziell jo. Wo meh Lüüt wänd wohne, stiigt d’Nochfrog. D’Stadt und Investore probiered aber mit Neubauprojekt degege z’halte. Trotzdem isch es i gwüsse, beliebte Quartier schwerer worde, günstigi Wohnige z’finde. D’Leerwohnungsziffer isch en Indikator, wo mer guet im Aug bhalte mues.
Uusblick: D’Herausforderige vo de nöchschte Dekade
S’Wachstum vo Basel isch es Zeiche vo Erfolg, aber es bringt au Huusufgabe mit sich. Wenn d’Prognose stimmed, wird d’Bevölkerig au i de nächste 10 bis 15 Joor wiiter aawachse, wenn au villicht nümme ganz so rasant wie i de Spitzeziiite. D’Stadtplaner stönd vor de Ufgab, de begrenzti Ruum so z’gstalte, dass d’Lebensqualität nöd liidet.
Das bedütet konkret:
- Verkehr: Wie chömed no meh Lüüt vo A noch B, ohni dass alles verstopft? De Uusbau vom ÖV und Velowäg («Herzstück Basel») sind zentrali Theme.
- Schuele und Chitas: Meh Iiwohner heisst oft au meh Chinder. D’Infrastruktur für Bildig und Betreuig mues mitwachse.
- Soziale Zämehalt: E Stadt, wo so starch vo Zuezug und Internationalität läbt, mues luege, dass d’Integration funktioniert und sich niemert verdrängt fühlt – weder di Alteigsässene no die Neue.
- Klima und Stadtgrüen: Dichter baue heisst oft weniger Luftschneise. D’Hitzim Summer isch in Basel es grosses Thema. Zukünftigi Bauprojekt müend «klimagrecht» sii, mit gnueg Schatte und Wasser.
Basel hät i de Vergangeheit bewise, dass es sich aapasst cha. Vom Industriestandort zur Kulturmetropole, vo de «Chemie-Stadt» zum «Life-Sciences-Cluster». Die neuschte Iiwohnerstatistike sind nöd nur trochni Zahle, sie sind de Puls vo ere Stadt, wo nöd stoht blibt. Wer hüt in Basel wohnt, isch Teil vo dere spannende Entwicklig und cha beobachte, wie am Rhy d’Zuekunft gschmiedet wird – ei Statistik noch de andere.
